Tessiner Gemeinde warnt Kollegah nach illegaler Wasserfall-Wanderung
Wasserfall-Trip endet mit offizieller Verwarnung
Kollegah ist derzeit mit dem Fahrrad durch das Tessin unterwegs, um sich für seine Malerei inspirieren zu lassen. Auf seinem Weg wollte der Rapper und Künstler die „Cascata del Salto“ besuchen, einen versteckten Wasserfall in der Gemeinde Maggia. Den dafür eigentlich gesperrten Wanderweg nahm er trotz deutlicher Warnschilder.
Auf Instagram dokumentierte Kollegah seinen Ausflug und zeigte dabei, wie er eine verschlossene Absperrung sowie ein Schild umging, das den Wanderweg zum Wasserfall klar als gesperrt auswies. Am Ziel angekommen, präsentierte er seinen Fans stolz die Aufnahmen.
Was für Kollegah nach einem gelungenen Ausflug aussah, rief allerdings die zuständige Gemeinde auf den Plan. Diese äußerte sich inzwischen öffentlich zu der Aktion des Rappers.
Gemeinde reagiert mit deutlicher Warnung
Luca Invernizzi von der Gemeinde Maggia bezog gegenüber „Nau.ch“ Stellung zu dem Vorfall. Er machte klar, dass der Wanderweg aus gutem Grund seit Jahren gesperrt ist: „Der Wanderweg weist sehr gefährliche Abschnitte auf“, erklärte er.
Laut Invernizzi begibt sich Kollegah damit unnötig in Gefahr – dabei gäbe es für den Wasserfall längst eine sichere Alternative. „Der Wasserfall ist über die andere Seite über einen bequemen Wanderweg erreichbar“, so der Gemeindevertreter. Laut der Gemeinde ist das Problem größer als nur der Vorfall mit Kollegah: Google Maps soll Touristen immer wieder fälschlicherweise über den gesperrten Weg leiten.
Kollegah sorgt aktuell ohnehin regelmäßig abseits der Rap-Bühne für Schlagzeilen. Der 41-Jährige hat sich zuletzt verstärkt der Malerei zugewandt und mit seinem Projekt „Stabile Zukunft“ auch inhaltlich neue Wege eingeschlagen. Ob der Wasserfall-Ausflug für ihn noch Konsequenzen hat, ist bislang nicht bekannt.
