Kida Ramadan will Deutschland verlassen: „Je mehr Erfolg du hast, desto schlimmer geht’s dir in diesem Land“
Kida Khodr Ramadan
Die letzten paar Jahre im Leben von Kida Khodr Ramadan waren ziemlich bewegt. Beruflich hat der 49-Jährige sowohl als Schauspieler, als auch als Regisseur eine ganze Reihe von Erfolgen gefeiert und ab dem Megahit „4 Blocks“ einige seiner erfolgreichsten Projekte überhaupt produziert.
Alleine seit 2020 hat er an insgesamt 24 TV- und Streaming-Produktionen mitgewirkt und war zudem mit „Asbest“ und „Testo“ für zwei der erfolgreichsten Serien der ARD als Regisseur verantwortlich. Während er jedoch im TV als Regisseur und Gangsterdarsteller gefragt war, hatte er auch im echten Leben Probleme mit der Justiz.
Haftstrafe
Ende 2023 kamen die ersten Meldungen darüber auf, dass Ramadan in juristischen Schwierigkeiten steckt. Vor allen Dingen wegen Fahrens ohne Führerschein in Dutzenden Fällen. Weil er die Geldbuße von 20.000 Euro nicht beglichen hat, wurde ihm eine Haftstrafe von insgesamt 20 Monaten hinter Gittern aufgebrummt.
Nachdem ein Gnadengesuch abgelehnt worden war, musste er am 5. August 2025 seine Haftstrafe in der JVA Heiligensee antreten. Nach einem Jahr im offenen Vollzug wurde er vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Parallel zur Haft erschienen weitere TV-Serien und Filme mit seiner Beteiligung. In der Öffentlichkeit hat sein Image jedoch enormen Schaden genommen.
„Kein Bock mehr auf Berlin“
Schon während seines Verfahrens erklärte Kida Ramadan, mit dem Gedanken zu spielen, aus Deutschland auswandern zu wollen. Nun hat er diesen Gedanken erneut geäußert und weiter konkretisiert. Ihn stört vor allem, dass er nicht vollständig als Deutscher akzeptiert wird, auch wenn er sich selbst als Deutscher sieht. Stattdessen wurde seine libanesische Herkunft plakativ in den Vordergrund gestellt, als seine Haftstrafe an die Öffentlichkeit gelangt ist.
Ja erfolgreicher es für ihn in seiner TV-Karriere lief, desto schlechter ging es ihm. Nicht zuletzt aus diesem Grund spielt der Kreuzberger mit dem Gedanken, aus Berlin wegzuziehen und sich eine neue Heimat in Südfrankreich zu suchen. Er würde lediglich zu Besuch nach Deutschland kommen, um nach seinen Kindern zu sehen.
Kida Ramadan will auswandern
„Irgendwie hab ich auch gar keinen Bock mehr auf Berlin, ich überlege nach Südfrankreich zu gehen und ab und zu herzukommen, meine Kinder zu checken. Desto mehr Erfolg ich hatte, desto schlimmer ging’s mir in diesem Land leider. Obwohl ich mich als Deutscher sehe. (…) Wo ich den Grimme Preis gewonnen hab, ganz groß: Kida Ramadan, unser deutscher Schauspieler, gewinnt den Grimme Preis, gewinnt den Fernsehpreis, gewinnt das. Und dann: Kida Ramadan, der libanesische Schauspieler ist im offenen Vollzug. Was wollt ihr eigentlich von mir? Und meine deutschen Schauspielerfreunde, ich dachte die mögen mich alle. Aber anscheinend war das nicht der Fall.“
Hier seht ihr das Interview
