Ali Bumaye über seine EGJ-Zeit: „Ich hab mich vor mir selbst geekelt“
Ali Bumaye
Für viele Fans gilt Ali Bumaye als absoluter Sympathieträger innerhalb der Rap- und der Streamingszene. Der 40-Jährige ist scheinbar immer gut gelaunt, für lustige Aktionen zu haben und hat das Herz am rechten Fleck. Spätestens seit dem legendären „Postkarten“-Video, in dem er erklärt, weshalb er anderen Menschen regelmäßig Karten schreibt, wissen viele Fans, wie er wirklich tickt.
Gangsterrap
Aber Ali Bumaye hatte auch eine Zeit, in der er nicht wirklich zeigen konnte, was wirklich in ihm steckt. Gerade zu Beginn seiner Karriere als Rapper, als er gerade bei EGJ durchgestartet ist, hat er ein Image verkörpert, das eigentlich nicht seinem wahren Ich entsprochen hat.
Besonders auf einigen seiner ersten Songs ist eindeutig zu hören, dass Ali und seine damaligen Labelkollegen noch herausfinden mussten, wie er präsentiert werden soll. Auf Songs wie „Bulletproof“ bspw. wird die harte Gangsterrapschiene bedient, ohne viel Humor. Inklusive einer heftigen Ansage an Kay One, mit dem das Label damals zerstritten war.
Parallel dazu musste er dieses Gangsterimage auch nach außen hin verkörpern um dem damaligen Image von Ersguterjunge und der Abou-Chaker-Familie zu entsprechen. Erst später haben er, Shindy und Co. verstanden, wie man den Humor von Ali Bumaye in seine Musik miteinbringt.
„Vor mir selbst geekelt“
Nun hat sich Ali Bumaye im Gespräch mit Omid über diese Phase seiner Karriere ausgelassen und erklärt, dass er sich damals vor sich selbst geekelt habe. Er musste diese Rolle einnehmen, obwohl sie nicht seinem naturell entspricht. Umso glücklicher ist er darüber, dass er heutzutage nicht mehr zu diesem Schauspiel verpflichtet ist und er selbst sein kann.
Ali Bumaye will keinen Gangster verkörpern
„Dass ich das los bin, diese Last, diesen Ekel. Das hat mich immer so belastet. Ich musste immer jemand sein, der ich gar nicht bin. ‚Musstest du ein harter Typ sein?‘ Ja, ich war so nach außen, ich war zwar immer lustig (…) aber ich musste immer so dieses krasse bewahren. Und das hat mich immer so angeekelt. Ich wollte nie krass sein. Ich wollte auch nie die Gangsterschiene fahren. Aber du musstest halt immer so ein gewisses Image haben, dass du gefährlich bist und krasser Berliner. Lass die anderen mal gefährlich sein.“
Hier seht ihr den Ausschnitt
