Ufo361, Reezy und Co. betroffen – Räuberbande geht auf Rap-Konzerte, um Uhren und Ketten zu klauen

Räuberbande bei Ufo361, Reezy und Soho Bani

In München steht seit Donnerstag ein mutmaßlicher Teil einer international agierenden Räuberbande vor dem Landgericht München I. Die Angeklagten stammen aus Genua und Madrid und sollen gezielt Rap-Konzerte besucht haben, um Schmuck von Besucherinnen und Besuchern zu stehlen. Betroffen waren Shows von Ufo361, reezy, Souly und $oho Bani im Zenith und in der Tonhalle.

Laut Anklage gelten Davide S. (28) und Giacomo B. (24) als Köpfe der Gruppe. Ihnen werden 22 Raubstraftaten zur Last gelegt. In elf Fällen soll das Duo mit Mattia C. (23) aus Genua, in zehn weiteren mit Jose C. (23) aus Madrid zusammengearbeitet haben. Die Ermittlungen ordnen die Serie dem Zeitraum 2024 bis 2025 zu.

Bei zwei Konzerten von Reezy am 14. und 15. Oktober 2024 im Zenith sollen zehn Halsketten entrissen worden sein. Der Wert reichte laut Anklage von 51,50 bis 2300 Euro. Die Masche: Zwei Mitglieder blockieren das Opfer, ein drittes greift dazwischen, reißt die Kette ab und flieht. Staatsanwalt Marco Ottaviano beschreibt den Effekt so: „Die Opfer suchen dann meist am Boden“. Die Blocker geben sich ahnungslos, während der eigentliche Täter bereits verschwunden ist.

DNA & Handy-Daten

Am 28. November 2024 trat $oho Bani im Zenith auf. Laut Anklage agierten Davide S. und Giacomo B. zusammen mit Mattia C. und erbeuteten zwei Goldketten sowie eine Modeschmuck-Kette einer jungen Frau im Gesamtwert von rund 2300 Euro. Am 1. März 2025 bei Ufo361 sollen die Täter in neun Fällen zugeschlagen haben, darunter eine Goldkette im Wert von etwa 6000 Euro.

Bei einem Souly-Konzert am 8. Oktober 2025 in der Münchner Tonhalle ordnen Ermittler erneut Taten den mutmaßlichen Köpfen zu. Eine Kette im Wert von rund 1000 Euro wurde gestohlen. In einem Fall blieb der Versuch erfolglos, allerdings konnte DNA auf einer sichergestellten 3000-Euro-Kette gesichert werden.

Nach Recherchen führten mitgeführte Handys die Ermittler Schritt für Schritt zu den Verdächtigen. Im November 2025 stoppte die Verkehrspolizei in Schweinfurt ein Auto von Davide S. und Giacomo B., fand mehrere Ketten und vollstreckte bestehende Haftbefehle. Kurz darauf wurden die beiden weiteren Verdächtigen festgenommen. Im Falle einer Verurteilung drohen mehrjährige Haftstrafen.

(Quelle: BILD)

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