Juju verrät, dass mehr Männer als Frauen ihre Musik hören
Mehr männliche als weibliche Hörer
Juju ist zurück auf der Bühne und vor der Kamera. Im Podcast „Gib ma Feuer“ spricht die Berliner Rapperin mit SSYNIC ausführlich über ihr Comeback und ihre jüngste Clubtour. Der Battle-Rapper war selbst beim Tourstopp in Hamburg und wollte wissen, wie ein Juju-Publikum eigentlich aussieht. Sein Eindruck aus der ersten Reihe: Es sei natürlich frauenlastig gewesen, aber es seien auch viele Typen da gewesen.
Juju kann ihn da überraschen. Laut ihren Zahlen hören sie sogar mehr Männer als Frauen. Auf Spotify seien es „51% männliche und dann irgendwas noch divers blablabla“, der weibliche Anteil liege bei rund 48 Prozent. Auf Instagram sei der Abstand noch größer: „Auf Insta sind sogar noch mehr Typen“. Darüber muss die Rapperin selbst lachen.
Eine Erklärung hat Juju auch nicht. Es könne an ihren vielen Features mit männlichen Künstlern liegen, vermutet sie. Neu sei das Phänomen allerdings nicht: „es war schon immer so bei mir, muss ich sagen, seit meinem ersten Album“. Bemerkenswert ist das bei einer Rapperin, die mit SXTN gerade bei jungen Frauen Kultstatus erreichte – bevor sie sich von Nura trennte.
„Ich habe wirklich fast geheult“
Die Tour war für Juju ein emotionaler Moment. Ungewöhnlich für sie startete sie in Berlin, sonst spiele sie die Heimatstadt immer zum Schluss. Sie sei extrem aufgeregt gewesen, „weil ich so lange nicht aufgetreten bin“. Als sie dann auf die Bühne kam, überwältigte sie das Wiedersehen mit den Fans: „ich habe wirklich fast geheult“.
Auf ihr Publikum lässt sie nichts kommen: „Ich habe auch voll die gute Crowd, die sind voll wohlwollend gerade bei Frauen.“ Als Vorprogramm hatte sie nach eigener Aussage nur Frauen dabei. Darunter war auch eine junge Newcomerin, die ihren Song „Sommer in Berlin“ auf TikTok gesampelt hatte. Juju entdeckte sie dort, schrieb sie an und holte sie auf die Bühne.
Dass sie lange kaum präsent war, liegt laut Juju auch an ihr selbst: „Ich bin ja auch nicht so krass auf Social Media und so aktiv“. Beim Feiern werde sie meist respektiert, nur im Alltag nerve sie die Aufmerksamkeit: „ich will nicht beim Einkaufen vollgelabert oder gefilmt werden“.
