Fard: „Fler braucht nicht so tun, als wär er eine Rap-Koryphäe“

Fard

In seinem letzten Interview sprach Maskulin-Boss seit langem wieder über aktuelle Entwicklungen in der deutschen Rap-Szene und ließ sich dabei erstmals über seinen Rap-Kollegen Fard aus. Der Gladbecker hat sich nach dem Trap-beeinflussten Album „Bei Fame hört Freundschaft auf“ für sein neues Projekt „Alter Ego 2“ bewusst für einen klassischeren Ansatz entschieden. Dies bedeutet, dass seine Beats auf einer Geschwindigkeit zwischen 80 und 90 beats per minute laufen.

Dadurch unterscheidet der 33 jährige sich deutlich von den derzeit beliebten Flows seiner Mitstreiter in der Szene, was Fler offensichtlich gehörig gegen den Strich geht. Der Berliner attestierte dem Ruhrpotter zwar, ein krasser Rapper zu sein, gab jedoch an dessen Flow nicht mehr hören zu können. Fard griff diesen Seitenhieb nun auf und schoss gegen Fler zurück.

Hier seine Aussage im Interview: „Da habe ich letztens Fler im Interview gesehen mit Rooz. Dann sitzt Fler da und sagt: ‚Ja, der Fard, der hat doch hier Terrorbars gemacht, ja ist ein krasser Rapper‘, aber er könnte nicht verstehen, ihn würde das tot-langweilen, wie jemand aktuell – im Jahre 2018 – auf 90 BPM rappen würde. Er hat das dann so abwertend gemeint und seinen Kopf so nach hinten gelehnt. Und ich denke mir dann so, wie kann ein Fler sich das erlauben? Ich will ihm auch dazu etwas sagen: Ich bin kein Laas über den er so reden kann! Erstens das und zweitens will ich ihm auch sagen, er braucht nicht so tun, als ob er eine Rap-Koryphäe wäre mit seinen einsilbigen Hooks und so. Das habe ich 2015 so nebenbei gemacht. (…) Ich will nur eine Sache sagen: Für die Zukunft, will ich dem Fler einfach nur ans Herz legen, rede nicht so über mich, weil du bist kein Rapper, der so einen Song wie 100 Terrobars schreiben kann.

(…) Ich will ihm nur sagen, er kann niemals einen Song wie 100 Terrorbars machen, aber seine Songs kann ich machen, wenn ich will. Egal wie er es dreht und wendet, er hat das abwertend gesagt, er hat es abwertend dargestellt, auch wenn er nebenbei so eingefügt hat, dass Fard ein krasser Rapper ist. Das ist alles cool, aber ich habe auch zu dem Zeitpunkt, als alle aus NRW auf Fler rum gehackt haben und es modern war Fler zu beleidigen ohne Konsquenzen, habe ich es nicht getan. Weil ich gesagt habe, der Typ steht alleine für sich, er macht sein Ding, ich habe ihn nie beleidigt und wie kannst du dir jetzt das Recht rausnehmen, jetzt wo ein bisschen was bei dir geht, da zu sitzen und so abwertend über mich zu reden? Du bist nicht der Typ und du bist nicht in der Position, diese Rap-Koryphäe dazustellen. Ich bin kein Laas, mit dem du das machen kannst. Das wollte ich nur dazu sagen. Alles andere werde ich in Zukunft an seinen Reaktionen sehen. (…)

Ich kann nicht zulassen, dass er rumrennt und… man muss ja auch eine Sache sagen: Flers Musik genießt zwar Aufmerksamkeit, aber seine Interviews genießen noch mehr Aufmerksamkeit als seine Musik. Deswegen kann ich dieses Statement von ihm nicht so stehen lassen, wo er so sitzt und sagt: ‚Ja, Fard, dies das voll langweilig und so. (…) Aber ich muss sagen, so sehr ist mein Hass ihm nicht gegenüber, dass ich mich in dieser Sache so weit aus dem Fenster lehne. Ich will das nur einmal so klarstellen, dass da so mein Cut ist.“

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Hier seht ihr das Interview (Ab 14:10)

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