Nach Bruch mit Mero und Xatar – Brado beendet seine Rapkarriere

Brado

2019 sah es noch so aus, als würde Brado gemeinsam mit Mero und Mucho komplett abreißen. Innerhalb kürzester Zeit folgte Hit nach Hit. Doch ohne ersichtlichen Grund nahm seine Karriere einen unerwarteten Turn. Unmittelbar im Anschluss an sein erstes Album „DB1“ verschwand der Rüsselsheimer von der Bildfläche und schien sich auch mit seinen QDH-Kumpels zerstritten zu haben.

Im Sommer 2021 versuchte er kurzzeitig ein Comeback hinzulegen und offenbarte dabei, sich auch von Xatar getrennt zu haben. Nachdem er vor seinem Debütalbum bei Goldmann unterschrieben hatte, versuchte Brado am 2021 seinen Weg auf eigene Faust zu gehen. Nun ist klar, dass daraus nichts wird…

„Froh, dass es nicht geklappt hat“

In seinem Livestream am gestrigen Abend gab Brado bekannt, dass er seine Rapkarriere offiziell beendet. Nachdem es in den letzten 3 Jahren nicht mehr funktionieren wollte, gibt er den Traum vom rappen nun endgültig auf. Er erklärt, dass er es trotz aller Versuche nicht mehr geschafft hat, ein Team aufzubauen, mit dem er seine Musik produzieren und rausbringen kann.

Als zusätzlichen Grund erklärt er, sich mehr mit seiner Religion beschäftigt zu haben und seit 6 Monaten den Gedanken in sich trägt, sich von der Musik abzuwenden. Aus diesem Grund sei er sogar froh darüber, dass die Musik nicht funktioniert hat und er sein Geld nicht mit etwas verdient, was nicht seinem Glauben entspricht.

Brado über sein Karriereende

„Ich kann sagen, dass es an der Zeit ist, jetzt dieses Kapitel wirklich zu beenden. Es ist sehr, sehr schwierig für mich. Weil es ist ja nicht mal so, als wenn ich einen Plan B hätte. Ich vertrau da wirklich zu 100% auf Allah. Ich hab weder einen Plan B, noch hab ich irgendein Geschäft aufgemacht. (…) Es soll einfach nicht so sein. Es ist ja nicht so, als ob ich es nicht versucht hätte. Ich hab einfach nur nicht die Möglichkeit mehr gehabt Musik zu produzieren. (…)

Nicht dass ihr denkt, dass ich einfach faul war. Und Leute denken ‚Er hat genug Geld gemacht, deswegen bringt er keine Musik mehr.‘ Ich hab komplett mein Umfeld verloren. Fang von Manager an, fang von Freunde an, ich hab niemanden. Und es ist in dieser Musikbranche nicht so einfach. Alles kostet Geld, alles ist viel zu teuer.

Und wenn du dein Fundament damals nicht aufgebaut hast richtig oder wenn das in die Brüche ging… Ich kann jetzt auch nicht für 20 Euro in ein Studio gehen und euch Low Quality geben. Wisst ihr was ich meine? Weil damals war es Hobby und heute ist es Beruf, man muss schon professionell sein. Und Beats kosten, alles kostet Geld. (…) Ich hab jetzt diese Entscheidung getroffen, ich will mein Geld anders verdienen.“

Hier seht ihr den Livestream

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