Bushido-Prozess – Audio-Experte zweifelt Echtheit von Arafats Tonaufnahme an

Marco Verch / CC 2.0)

Bushido-Arafat-Prozess

Der Bushido-Arafat-Prozess ist auch nach drei Jahren nicht abgeschlossen. Im vergangenen Jahr kam es dabei zu einem Plot-Twist: Ein Bericht des Stern enthüllte, dass es eine Tonaufahme vom Treffen am 18. Januar 2018 gibt. Die Vorgeschichte dazu dürfte inzwischen jedem bekannt sein. Damit soll es laut Stern möglich sein den Rapper der Lüge zu überführen und Arafat von allen Vorwürfen zu entlasten.

Es sah so aus, als wäre Bushido schachmatt gesetzt worden. Doch der Rechtsanwalt von Bushido legte Widerspruch ein stellte die Tonaufnahmen prompt als gefälscht dar. Seinem Statement zufolge würden mehrere Passage aus dem Gespräch auf der Aufnahme fehlen. Die Berichte zu den geheimen Aufnahmen nannte er im vergangenen Jahr eine „Rufmordkampagne“.

Rund um die Antwort des Anwalts gingen verschiedene Medienberichte online, die in dieselbe Kerbe schlagen. Zusätzlich wurden dem Stern diverse Vorwürfe für seine Berichterstattung gemacht. Demnach soll das Wochenmagazin den Verlauf des Gesprächs nicht vollumfänglich dargestellt haben. Diese Thesen werden nun von einem Experten unterstützt.

Audioforensiker

Denn die Tonaufnahme wurde am vergangenen Prozesstag erneut vor Gericht angezweifelt. Wie die FAZ berichtet, sagte gestern der Audioforensiker Gernot Schmied vor dem Berliner Landgericht aus.

In seiner Aussage vor Gericht war er sich demnach über die Echtheit der Aufnahme nicht zu 100 Prozent sicher. So könne der Akustik-Experte nicht ausschließen, dass etwas an der Aufnahme geschnitten worden sei – es könnten entweder Spuren heraus oder hineingenommen worden sein, so der Forensiker.

Damit widerspricht er einem anderen Experten auf dem Gebiet der Audioforensik, der in dem ursprünglichen Bericht des „Stern“ zitiert wurde. Damals brachte der „Stern“ die Aufnahme ans Licht und betonte dabei, dass diese von einem der renommiertesten Audioforensikern des Landes untersucht und für echt und ungeschnitten befunden wurde.

Quelle: FAZ

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