Farid Bang erzählt erstmals wie sein Vater verhaftet wurde
Farid Bang bricht sein Schweigen über die Verhaftung seines Vaters
Im Netz macht aktuell ein Instagram-Video die Runde, in dem Farid Bang offen über die Verhaftung seines Vaters spricht und erklärt, warum dieses Thema in seiner Musik selten vorkam. Darauf angesprochen, dass man davon in seinen Texten kaum etwas gehört habe, sagt er: „Ja, nur so in alten Sachen, da habe ich nicht oft drüber gerappt.“ Damit liefert der Düsseldorfer Rap-Star seltene Einblicke in eine prägende Kindheitserfahrung.
Im Gespräch betont Farid, dass seine Erzählungen deckungsgleich mit der Realität sind: „Das ist genau so, genau wie ich das rappe. Eins zu eins.“ Diese Direktheit prägt auch die Schilderung der Nacht, in der sein Vater festgenommen wurde - ein Moment, der ihn nach eigener Aussage bis heute begleitet.
Besonders eindrücklich ist die Szene rund um den Nachbarn, bei dem er übernachtete. Farid erinnert sich: „Der[Farids Vater] meinte, schlaf da, und dann hat der einen ‚Deal‘ gehabt. Und dann wurde der festgenommen… ich hatte schon dieses Gefühl… der ist im Gefängnis.“ Diese Intuition als Kind markiert den Beginn einer turbulenten Zeit, deren Konsequenzen sein weiteres Leben bestimmten.
Aufwachsen bei der Großmutter und Spuren im neuen Song „4:43“
Wie jung er damals war, verdeutlicht Farid knapp: „Acht.“ Nach der Festnahme wurde er von seiner Familie aufgefangen und schließlich zu seiner Großmutter nach Nordafrika gebracht. Er sagt: „Und dann war ich nach Melilla bei meiner einen Großmutter… die hat mich nach Melilla mitgenommen. Da bin ich aufgewachsen…“ Diese Stationen formen die biografische Basis, auf die er in aktuellen Werken Bezug nimmt.
Im neuen Track „4:43“ verarbeitet Farid Bang seine Geschichte mit klaren Zeilen. Er rappt: „Ich war auch kriminell, doch war nie wie mein Dad im Knast“ und beschreibt den Schlüsselmoment der Nacht eindringlich: „Aus meiner Kindheit weiß ich nur noch, wie Papa sagte ‚Wir seh’n uns morgen‘, ich soll heut bei meinem Nachbarn schlafen. Er wurd‘ geschnappt mit Ware in der Nacht am Hafen.“
Bereits im Vorfeld hatte Farid „4:43“ als besonderes Release angekündigt. Das Video-Statement und der Song fügen sich zu einem kohärenten Bild: persönliche Aufarbeitung, musikalisch verdichtet und ohne Filter - ein Eintrag in die Biografie eines Künstlers, der seine Vergangenheit erstmals so deutlich ausleuchtet.
