Illegale Glücksspiel-Werbung: Capital Bra muss 250.000 Euro Zwangsgeld zahlen

Capital Bra

Erst gestern stand Capital Bra wegen einem erneuten Drogenabsturz in den Schlagzeilen. Der Rapper hatte rund 4 Monate durchgehalten und erklärt clean sein zu wollen, griff im Anschluss an eine Clubshow jedoch wieder zu Drogen. Nach seinem Konzert nahm der 31-Jährige Xanax, Kokain und Tilidin ein und musste mit einer Panikattacke ins Krankenhaus.

Glücksspielwerbung

Nur einen Tag später gibt es die nächste Negativschlagzeilen rundum Capital Bra. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat dem Rap-Star ein Zwangsgeld in Höhe von 250.000 Euro auferlegt, weil er gegen das Werbeverbot für Glücksspiel verstoßen haben soll.

Im Glücksspielstaatsvertrag ist geregelt, dass Glücksspiel weder im Fernsehen, noch im Internet oder anderen Verbreitungswegen beworben werden darf: „Werbung für öffentliches Glücksspiel im Internet ist grundsätzlich verboten. Ausnahmeerlaubnisse für Werbung für Lotterien, Sport- und Pferdewetten können (…) erteilt werden.“

250.000 Euro Zwangsgeld

Capital Bra hatte in den vergangenen Monaten einen Teil seiner Einnahmen durch Casino-Streams erzielt und lebte dafür für fast ein halbes Jahr auf Zypern. Neben den niedrigen Steuern ist auch die rechtliche Absicherung ein Grund dafür, weshalb viele Casinostreamer auf Zypern auswandern. Trotzdem scheint der Rapper einen Fehler gemacht zu haben und soll nun belangt werden.

Laut Bericht der BILD hat Capital Bra mehrere Termine zur Anhörung bei der GGL verstreichen lassen. Als Konsequenz daraus muss er nun eine Viertelmillion Euro Strafe zahlen. Die Behörde teilte mit, ihm das dazugehörige Schreiben bei einem Konzert zugestellt zu haben, während sein Management die Zustellung bestreiten soll.

Unklar ist, ob diese Entscheidung auch ein Präzedenzfall für andere Rapper werden könnte. Viele Künstler haben in den letzten Jahren begonnen, Casinos zu bewerben oder selbst Glücksspiel zu streamen. Je nachdem was Capital Bra falsch gemacht hat, könnten zahlreiche Rapper davon betroffen sein…

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