Mert: „Ich wäre fast Gold gegangen“
Mert über verpasste Gold-Auszeichnung
In einem aktuellen Livestream hat Mert erklärt, weshalb er seinerzeit kurz vor einer Gold-Single stand und sich die Regeln aus seiner Sicht mitten im Lauf verändert haben. Der Streamer blickt auf die Hochphase seiner Musik zurück und liefert eine konkrete Einordnung der damaligen Streaming-Schwellen.
„Ich war damals kurz vor Gold und zwar war das damals, lass mich nicht lügen, 20 Millionen Spotify-Streams bis zu Gold gegangen. Und zu der Zeit hat jeder auf einmal eine Goldplatte bekommen. Diese ganzen Buzzer, die die Klicks gekauft haben, haben auf einmal eine Goldplatte bekommen, und ich war doch ein Amateur. Ich habe keine Klicks gekauft, ich dachte, ich bin real. Ich hatte, halte dich fest, 18 Millionen Streams. Oder 17 Millionen. Ich brauchte nur noch 3 Millionen oder irgendwas Streams, dann wäre ich Gold gegangen.“
Weiter schildert er, dass die Plattform die Hürde angezogen habe, womit seine Chance auf Gold in weite Ferne rückte: „Dann hat Spotify aus dem Nichts entschieden: „Ah, es gehen zu viele Leute Gold, wir müssen den Regler mal ein bisschen hochschalten.“ Haben sie auf doppelt gemacht, 40 Millionen. Das war aber nicht mit „U21“, sondern mit „Ajajaj“ und mit „Mula““
Zahlencheck: Streams und aktuelle BVMI-Regeln
Die heutigen Zahlen zeigen, wie nah einige seiner Singles an symbolischen Marken liegen. „Mula“ steht bei 42 Millionen Streams, „Ruf mich nicht an“ ebenfalls bei 42 Millionen. „Ajajaj“ kommt auf 39 Millionen, „Bas Gaza“ auf 23 Millionen und „u21“ auf 17 Millionen. Diese Werte belegen die Reichweite der Songs über Jahre hinweg.
Für die Zertifizierungen in Deutschland gilt aktuell jedoch wieder ein neuer Wert: Single-Gold wird vom BVMI bei 300.000 Einheiten verliehen, was ausdrücklich 60.000.000 Premium-Streams entspricht. Für Platin sind 120.000.000 Premium-Streams nötig. Als Faustformel rechnet der Verband: 200 Premium-Streams ergeben eine Verkaufseinheit.
Merts Rückblick erklärt, dass er sich bei damals niedrigeren Schwellen kurz vor Gold sah und die nachträgliche Anhebung seiner Einschätzung nach den Ausschlag gab. Mit heutigen Regeln wäre für eine Gold-Single die Marke von 60 Millionen Premium-Streams maßgeblich.
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