50€ im Jahr – Erster Deutschrapper boykottiert Spotify und startet eigenen Streamingdienst nur mit seinen Songs

Spotify

Vor mehr als 10 Jahren veraprachen Streamingdienste wie Spotify und Co., das Musikgeschäft endlich in die Hände der Künstler zu geben und die Marktmacht der großen Labels zu brechen. Es sollte endlich die Musik vergütet werden, die auch wirklich von den Fans gehört wird.

Doch gut ein Jahrzehnt später ist klar, dass dieses Versprechen ein großes Missverständnis gewesen ist. Stattdessen hat Streaming ein Geschäftsmodell eröffnet, das nicht zu jedem Künstler passt und diese auf das Wohlwollen von Algorithmen angewiesen macht. Um dem entgegenzuwirken, boykottieren immer mehr Rapper Spotify und Co.

Alternativen

Um der Marktdominanz der Streamingdienste zu entgehen, erforschen einige Rapper derzeit alternative Geschäftsmodelle, um sich unabhängig von Spotify zu machen. Der Untergrund-Rapper Navy Westghost hat vor kurzem einen realistischen Weg eröffnet, wie man auch ohne Streaming erfolgreich sein kann.

Er hat als erster Rapper den mutigen Schritt gewagt, sein Album nicht auf Spotify zu releasen, sondern ausschließlich in Form eines NFC-Chips zu verkaufen. Vor kurzem enthüllte er, das dies die beste Entscheidung seiner gesamten Karriere gewesen ist. Schon am ersten Tag seines Albumreleases erzeugte er einen Umsatz von gut 35.000 Euro – dem Äquivalent von über 10 Millionen Spotify-Streams.

Streamingdienst

Nun hat der österreichische Rapper Chakuza eine weitere Route gefunden, durch die man Spotify loswerden könnte. Zusammen mit seinem Label Mehralsmusik hat er einen eigenen Streamingdienst eröffnet, auf dem seine Fans ein Jahresabo von 50€ abschließen können, um auf sämtliche Songs seines Labels zuzugreifen.

Ob dieses Modell für einen einzelnen Rapper, bzw. ein einzelnes Label funktioniert, wird sich zeigen. Rein objektiv hat Spotify den klaren Vorteil für den Konsumenten, der auf deutlich mehr Songs für denselben Preis zugreifen kann. Gleichzeitig hat die Kernfanbase von Chakuza damit die Möglichkeit, ihn direkt zu unterstützen. Was denkt ihr, kann dieses Vorhaben funktionieren?

Das neue Modell wird vorgestellt

Mehralsmusik