Deutschrap-Star Danger Dan gibt Coming-Out als Homos*xueller bekannt: „Ich bin einer von euch“
Danger Dan
Mit seinem Song „Keine Angst“ hat Danger Dan erst vor wenigen Wochen eine deutschlandweite Debatte ausgelöst. Darin stellt er sich wieder einmal demonstrativ gegen das Aufkeimen des Faschismus und liefert einen eigenen, radikalen, Lösungsansatz, mit dem das Erstarken von Rechtsradikalen in Deutschland verhindert werden soll.
Dabei wurde der Erfolg seiner Single nur noch mehr die Entscheidung des ZDF gefördert, ihm einen Auftritt mit dem Song in der Sendung „Die Anstalt“ zu untersagen. Der öffentlich-rechtliche Sender hat sein Veto gegen das Lied eingelegt und damit eine Welle der Entrüstung ausgelöst.
Das Musikvideo zu „Keine Angst“
Seit dieser Single hat es u.a. ein schreckliches Attentat beim Berliner CSD gegeben, bei dem eine Person getötet worden ist. Die Tat richtete sich gegen das freie Leben von Homos*xuellen und anderen Personen aus der LGBTQ-Community. Innerhalb der deutschen Rapszene war die Solidarität mit der CSD-Community groß. So organisierte der offen homos*xuelle Rapper Baran Kok ein Festival für den Erhalt des CSD und die Schwulenhilfe. Dabei kam eine Spendensumme von über 91.000 Euro zusammen., Jetzt will auch Danger Dan einen positiven Beitrag zur schwulen Community leisten.
„Ich bin einer von euch“
Der Rapper, der auch Mitglied der Antilopen Gang ist, hat ein Interview im Tagesspiegel gegeben, mit dem er erstmals sein öffentliches Coming-Out verkündet. Nach dem Anschlag auf das CSD sieht der 43-Jährige die Zeit dafür gekommen, über seine eigene S*xualität zu sprechen. In dem Interview enthüllt er erstmals, dass er als schwuler Mann lebt.
In dem Interview erklärt er, dass er bisher nie besonderen Wert auf Bezeichnungen wie Schwul oder Hetero gelegt hat: „Ich habe mich zwar nie als besonders hetero erlebt, aber auch nicht als schwul oder bi. Mir war sowas immer recht schnurz.“
Bewegt durch die aktuellen Ereignisse will er sich nun mit seiner kommenden Single, einem Liebeslied für seinen Ex-Freund, und dem Interview positionieren. Er erklärt gegenüber der schwulen Community: „Ich solidarisiere mich nicht nur mit euch, sondern ich bin einer von euch. (…) Wenn man so will, ist es mein rückwirkendes Coming-out gerade“
(Quelle: Tagesspiegel)
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