Manuellsen gewinnt den letzten Boxkampf seiner Karriere durch technisches K.O.

Manuellsen siegt per technischem K.O. - ein umstrittener Abschied

Heute fand der letzte Boxkampf von Manuellsen statt - und endete mit einem technischen K.O. Nach intensiven Runden machte der Ringrichter Schluss, womit der Mülheimer seine Karriere im Ring mit einem Sieg beschließt. Der Rahmen war groß: Austragungsort war die ausverkaufte Artland Arena in Quakenbrück, angekündigt als Teil von „Kampf der Champions 3“.

Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgte die Schlussphase. In den letzten zwei Minuten blockte sein Gegner Yonny Molina nahezu ausschließlich und schlug nicht mehr zurück. Kurz darauf flog das Handtuch aus der Ecke des Venezolaners - ein Moment, der das Publikum prompt zum Buhen brachte und die Stimmung im Saal kippte.

Auch in der Rap-Szene blieb das nicht unkommentiert. Rapper Ghazi, der per Livestream zuschaute, zeigte sich irritiert: „was haben die abgemacht in der Kabine? Ohne Zurückschlagen oder was???“ und wenig später: „Was ist das denn für ein Film?“ Die Szenen heizen die Debatte an, ob der Abbruch zu früh kam oder konsequent war.

Gegner, Titel, Karriereplan - was hinter dem Fight steckte

Schon vorab war klar: Der Fight hatte Signalwirkung. Molina, ein erfahrener Boxer aus Venezuela mit 25 Profikämpfen und 9 KOs, wurde von Handelstein Boxing und Kali Boxing Promotion als Kontrahent bestätigt. Er reiste eigens an, um „Manuellsen alles abzuverlangen“. Der Abend wurde im Vorfeld als Event angekündigt, das „Geschichte schreiben kann“.

Manuellsen selbst hatte den Termin im Januar publik gemacht und angekündigt, „diesen Gürtel verteidigen“ zu wollen. Wochenlange Vorbereitung in Ernährung und Training sollten den entscheidenden Unterschied bringen. Der Punkt ging am Ende an ihn - wenn auch mit einem Beigeschmack durch den abrupten Fight-Abbruch.

Mit dem T.K.O.-Sieg setzt Manuellsen den Schlusspunkt unter seine aktive Boxlaufbahn. Parallel denkt der Rapper laut über eine Zukunft als Trainer nach und prüft Angebote, um die nächste Generation im Kampfsport aufzubauen. Auch musikalisch steht eine Neuausrichtung im Raum - nach „Killemal 2“ will er verstärkt im Hintergrund arbeiten. Heute aber dominiert ein Thema: der umkämpfte, kontrovers diskutierte Abschied aus dem Ring.