Ehemaliges Xatar-Signing Brado erklärt, wie er heute als Ex-Rapper lebt

Brado

Anfang 2019 sah es noch so aus, als würde als dem damaligen Newcomer Brado ein Rap-Superstar werden. An der Seite von Mero wurde der Rapper von Xatar unter Vertrag genommen und konnte gleich auf Anhieb vom Mega-Hype der QDH-Crew profitieren. Doch nach nur einem Album war Schluss. Auch die enge Freundschaft mit Mero zerbrach kurz nachdem die Jugendfreunde durchgestartet sind.

Es folgte eine mehrjährige Pause und diverse Anläufe, mit der Musik zurückzukommen. Am Ende hat es jedoch nicht seien sollen, weshalb sich Brado vor rund 4 Jahren entschied, seine Rapkarriere zu beenden. Dabei bewies er auch Charakterstärke und versuchte nicht, den ausbleibenden Erfolg zu relativieren oder die Schuld bei anderen zu suchen. Stattdessen gab er schlichtweg offen zu, dass er die Kosten einer Rapkarriere ohne Label, Management und sein QDH-Umfeld nicht stämmen konnte.

Brado über sein Karriereende

„Ich hab weder einen Plan B, noch hab ich irgendein Geschäft aufgemacht. (…) Es soll einfach nicht so sein. Es ist ja nicht so, als ob ich es nicht versucht hätte. Ich hab einfach nur nicht die Möglichkeit mehr gehabt Musik zu produzieren. (…) Nicht dass ihr denkt, dass ich einfach faul war. Und Leute denken ‚Er hat genug Geld gemacht, deswegen bringt er keine Musik mehr.‘ Ich hab komplett mein Umfeld verloren. Fang von Manager an, fang von Freunde an, ich hab niemanden. Und es ist in dieser Musikbranche nicht so einfach. Alles kostet Geld, alles ist viel zu teuer.“

„Mir geht’s blendend“

Nach seinem Karriereaus hat sich Brado vor allem darauf fokussiert, sich mit seinem Glauben zu beschäftigen und sich als Islam-Influencer zu betätigen. Zusätzlich geht es auf seinem Social Media-Account auch um Fitness, seiner zweiten großen Leidenschaft neben dem Glauben.

Jetzt hat er ein Statement dazu veröffentlicht, wie es ihm seit seiner Rapkarriere geht. Und ganz offensichtlich scheint er seiner damaligen Musikkarriere und vor allem der Rapszene selbst keine Träne nachzuweinen. Vor allem mit den Inhalten der Musik, in der Drogen verherrlicht werden, kann er sich nicht mehr identifizieren.

Brado über das Leben als Ex-Rapper

„Wie lebt sich das Leben eines Ex-Rappers? Bruder, bist du bescheuert? Ich bin endlich raus aus einer Bubble, in der Drogen verherrlicht werden. (…) Die Texte von heute sind mittlerweile so ekelhaft. Allein aus diesem Grund darf mein Sohn oder meine Tochter niemals Spotify oder Youtuber runterladen. (…)

Bei allem Respekt: Wie lebt sich das Leben eines Ex-Rappers? Mir geht’s blendend, el hamdulillah. Zu wissen, dass ich nicht mehr ein Teil von so etwas bin. (…) Da raus zu sein, ist ein brutales Gefühl. Ein Feuerwehrmann zu werden, ist krasser. Werdet lieber Feuerwehrmänner.“

Das Statetement von Brado