Capital Bra ist noch immer nicht clean: „Ich bekomme Tilidin mittlerweile sogar auf Rezept“
Capital Bra
Dass Capital Bra seit vielen Jahren mit seiner Suchtkrankheit kennt, ist allgemein bekannt. Der Rapper geht schon seit Jahren offen damit um, Drogenprobleme zu haben und vor allen von Tilidin und Kokain kaum wegkommen zu können. In den letzten Monaten sind einige seiner Drogeneskapaden auch an die Öffentlichkeit gelangt.
Kokainabsturz
So auch ein Vorfall vor rund zwei Monaten. Während einer Clubshow bot ein Fan ihm Kokain an. Von dort aus konnte der Rapper nicht stoppen und konsumierte einen Cocktail aus verschiedenen Drogen. Der Drogenmix sorgte für eine schwere Panikattacke, bei der er dachte, dass er sterben werde. Aus dem Krankenwagen heraus ging Capital Bra heulend live und schrie um Hilfe.
In einem aktuellen Interview mit dem Spiegel schildert der 31-Jährige nun seinen Kampf mit den Drogen und spricht auch darüber, was vor kurzem passiert ist. Er gibt zu, dass sein Absturz am Koks lag und dass er ein Gefühl der Kälte verspürte, das er bisher noch nicht kannte und das ihm Todesangst bereitet hat:
„Diese Kälte, das war einfach nicht normal. Ich kenne mich mit Drogen ja aus, leider. Aber diese Kälte. Das war anders. Ich habe am ganzen Körper gezittert. Ich habe an dem Tag zu viel Kokain genommen. Das war das Problem. Generell ist Kokain mein Problem. Wenn ich übertreibe, dann immer damit.“
Tilidin
Im weiteren Verlauf des Interviews macht der Rap-Superstar einige bemerkenswerte Angaben zu seiner Suchtgeschichte. So habe er mit 11 Jahren zum ersten Mal zu Drogen gegriffen und Weed geraucht und Koks gezogen. Im Jugendheim kam er erstmals mit Tilidin in Kontakt und begann es zu nehmen, weil es die billigste Droge war:
„Mit elf habe ich das erste Mal geraucht, gezogen, gekifft, erste Mal S*x gehabt. Da kam ich ins Jugendheim. Und Tilidin war die billigste Droge, die es gab und die man damals bekommen hat. Irgendwann aber wurde ich abhängig“
Auch heute, selbst vor dem Interview beim Spiegel, nimmt er Tilidin zu sich, das er vom Arzt verschrieben bekommt. Neben Naloxon hilft dieses ihm gegen Angststörungen und Panikattacken. Auf jede andere Droge könne er laut eigener Aussage verzichten. Um vom Tilidin wegzukommen, fehlt ihm hingegen bis heute die Kraft:
„Ich bekomme Tilidin mittlerweile sogar auf Rezept verschrieben. Ohne Tilidin und Naloxon bekomme ich Panikattacken und Schmerzen. Das Problem ist, wenn man Angst hat und nicht weiß, vor was, das ist sehr komisch. Weißt du, auf Gras kann ich verzichten, auf Koks, auf was auch immer, aber auf diese zwei Dinge, Tilidin und Naloxon, kann ich nicht verzichten. Warum soll ich mit Schmerz- und Panikattacken leben, wenn es dagegen Mittel gibt?“
(Quelle: Spiegel)
Hier findet ihr das Interview

