„Ihr werdet in euren Familien Verluste zu beklagen haben“ - Manuellsen droht Randalierern

Aktionen an der Wohnungstür

Manuellsen gehört zu den Rappern, die im Internet dauerhaft angegriffen werden. Er selbst beschreibt das im Podcast von Tim Gabel als Kreislauf: Wer Aufmerksamkeit will, fängt Streit mit ihm an, weil sich damit zuverlässig Klicks erzeugen lassen. Seiten und Reaction-Kanäle greifen es auf, und irgendwann steht er öffentlich unter Zugzwang.

Eine Grenze ist für ihn allerdings überschritten, wenn diese Aktionen bei ihm zu Hause stattfinden. Im Gespräch schildert er, dass Unbekannte nachts Dinge an seine Wohnungstür gebracht und geschmiert haben - an die Tür, hinter der seine Tochter schläft. Anschließend landet so etwas als Video auf TikTok.

Genau dieser Ablauf ist es, der ihn wütend macht. Wer damit durchkomme, habe am Ende ein Video mit vielen Aufrufen. Was passiert, wenn jemand dabei nicht durchkommt, formuliert er im Podcast unmissverständlich.

„Ich sag das hier ganz offiziell“

An die Leute, die solche Aktionen planen, richtet er eine offene Warnung: „Wenn ihr es aber nicht schafft, dann werdet ihr in euren Familien Verluste zu beklagen haben.“ Und er schiebt nach: „Ich sag das hier ganz offiziell. Soll mir keiner sagen, ich habe das nicht gesagt.“

Er begründet die Härte mit dem, was solche Angriffe bei ihm auslösen. Es seien tiefe Schmerzen, die er nicht ertragen könne, und er könne mit dieser Ungerechtigkeit auch nicht umgehen - gerade weil er nach eigener Aussage niemandem etwas getan habe.

Dass er bei Konfrontationen im echten Leben nicht ausweicht, hat er zuletzt mehrfach gezeigt. Erst im Juli sorgte er für Gesprächsstoff, als er einen Mann mit Deutschlandfahne im Straßenverkehr zur Rede stellte und dafür den ganzen Verkehr aufhielt. Im Podcast macht er deutlich, dass er zwischen dummen Sprüchen im Netz und Aktionen vor seiner Haustür einen klaren Unterschied macht.