Ssynic verrät, welche Line von PA Sports ihn am meisten getroffen hat
Pa Sports hat im Battle Fässer aufgemacht
Ein gutes Battle lebt davon, dass die Schläge sitzen. Pa Sports hat im Festsaal Kreuzberg reichlich davon ausgeteilt und dabei Themen angefasst, die weit über Rap hinausgehen. Ssynic zählt sie in seinem ersten Video nach dem Battle selbst auf: Es ging um junge Mädels, um seine Rolle als Vater, ums Broke-Sein. Der Battlerapper winkt bei all dem ab. „Alles fein, alles gut“, sagt er über diese Angriffe.
Eine Zeile hat er dann aber doch mitgenommen, und ausgerechnet die klingt harmloser als der Rest. „Aber was mich am meisten abgefuckt hat, war, dass der einfach meinte, ich mache nur das“, erzählt Ssynic. Gemeint ist der Vorwurf, er mache eben ausschließlich Battle-Rap und sonst nichts. Später im Battle habe Pa Sports das noch verallgemeinert und gesagt, Battlerapper machten ja generell nur das.
Seine Antwort darauf hat er sich offensichtlich zurechtgelegt. „Was reimt sich auf Podcast, Ghostwriting, dritte Solo-Comedy-Tour innerhalb von 5 Jahren?“, fragt er in die Kamera. Ein passender Reim sei ihm nicht eingefallen, und genau das habe ihn aufgeregt. Ausdiskutieren will er die Sache demnächst in seinem eigenen Podcast, wo auch Pa Sports noch einmal zu Gast sein soll.
Ein Vorwurf, der die ganze Szene trifft
Dass gerade diese Zeile hängen bleibt, sagt einiges über die Position aus, in der sich Battlerapper seit Jahren wiederfinden.
Sein Terminkalender spricht dagegen. Ab Februar läuft seine dritte Solo-Comedy-Tour, ein abendfüllendes Comedy-Special ist abgedreht, dazu kommt sein Podcast und das Schreiben für andere. Bei Felix Lobrecht darf er als Opener vor 13.000 Leuten in der Uber Arena auftreten. In demselben Video weist er auch die Behauptung von Animus zurück, das Battle gegen Pa Sports sei die Chance seines Lebens gewesen - die Größenordnung, in der er inzwischen arbeitet, ist eine andere.
Bemerkenswert bleibt, mit welcher Ruhe er den Rest abhakt. Über die persönlichen Angriffe redet er wie über Handwerk, das im Battle eben dazugehört, und dem Gegner attestiert er maximalen Respekt für dessen Auftritt. Nur der Satz über seinen Beruf sitzt noch.
