Weil Macklemore rausgeschmissen wurde – Alle Voracts und die Band von Ed Sheeran sagen Tour ab
Macklemore
Nach dem Tour-Rauswurf von US-Rapper Macklemore gerät Ed Sheerans laufende Konzertreise ins Wanken. Der Popstar stellte klar, dass nicht er, sondern der Tourveranstalter die Entscheidung getroffen habe. Auslöser ist das klare Bekenntnis von Macklemore für die Freiheit des palästinensischen Volks. Bei Konzerten ruft er regelmäßig „Free Palestine, was Ed Sheeran und sein Team offensichtlich verhindern wollten. In der Folge haben nun sämtliche Voracts ihre Teilnahme an der Tour beendet.
Voracts & Band schmeißen hin
Sänger Aaron Rowe, die Band Beoga, der Musiker Finneas O’Connell und die dänische Band Lukas Graham verkündeten am Dienstag auf Instagram ihren Rückzug. Finneas, Bruder von Billie Eilish, begründete seinen Schritt deutlich: „Künstler dürfen nicht zum Schweigen gebracht werden, wenn sie sich für die Unterdrückten stark machen.“ Die Absagen treffen Sheerans Fahrplan unmittelbar vor wichtigen Terminen in Nordamerika.
Macklemore (43), der 2012 mit „Thrift Shop“ seinen Durchbruch schaffte, erklärte zuvor, „Ed Sheeran und sein Team“ hätten ihn aus der Tour gestrichen. Medienberichten zufolge sagte der Rapper bei Konzerten: „Einer der Gründe, warum ich bei dieser Tour mitmachen wollte, war, dass ich hier auf Bühnen und in Stadien in ganz Amerika stehen und zwei Worte sagen kann: Free Palestine.“ Laut Berichten startete der Israeli-American Council daraufhin eine Petition gegen seine Teilnahme.
Ed Sheeran reagiert
Auch Ed Sheeran hat sich inzwischen ausführlich geäußert. Er schrieb, er habe in den vergangenen Tagen mit Vertretern der Veranstaltungsorte, dem Tourveranstalter und „Aktivisten auf beiden Seiten“ gesprochen, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Das blieb ohne Ergebnis. Der Brite betonte zudem, er sei „entsetzt“ vom Nahost-Konflikt und dem Leid auf beiden Seiten.
Sheeran machte seine persönliche Haltung deutlich: „Ich habe meine persönliche Meinung zu diesem verheerenden Konflikt. Nur weil ich mich dazu nicht öffentlich äußere, heißt es nicht, dass ich diese nicht habe.“ Gleichzeitig respektiere er, dass Macklemore sich lautstark für das einsetze, woran er glaube. In den sozialen Medien scheint es so, als sei der Zuspruch für die klare Haltung von Macklemore deutlich größer, als für das Defensivmanöver von Ed Sheeran.
Für seine eigenen Konzerte habe Sheeran entschieden, politische Statements zu vermeiden. Sein Ziel sei es, bei Shows mit vielen jungen Menschen und Kindern einen „Ort der Sicherheit und Zuflucht“ zu schaffen. Wie es mit der Besetzung der Voracts weitergeht, ist aktuell offen. Klar ist: Der Tourplan könnte durch die Absagen in Gefahr sein.
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