„Ich werde das nicht zulassen“ – Capital Bra schießt gegen SPIEGEL TV
Capital Bra wendet sich an SPIEGEL TV
Rund zwei Wochen nach der zweiten Folge der SPIEGEL-TV-Reihe „Im Verhör“ meldet sich Capital Bra zu Wort. In der Episode über die sogenannten Rücken-Strukturen im Deutschrap ging es vor allem um ihn: Moderatorin Christina Pohl sprach mit Thomas Heise und dem Ex-Hells-Angel Kassra Zargaran über all die Leute, die angeblich an seinem Erfolg mitverdienen wollten. Wir hatten bereits darüber berichtet, wie SPIEGEL TV die Polizeiakte von Capital Bra öffentlich gemacht hat.
Sein Drogenkonsum war in der Folge nur ein Randthema. Genau dieser Teil scheint den Berliner aber am meisten zu stören. Auf TikTok teilt er eine Hörprobe zu einem unveröffentlichten Song und richtet sich in der Caption direkt an SPIEGEL TV: „Ich hab ein Problem, was jeder weiß, war nie eine Geheimnis! Aber das ganze Land und mich daran zu erinnern, macht’s wirklich nicht besser @spiegeltv oder leichter. Ich bin doch kein Krimineller, aber wartet ab, ich werde das nicht zulassen“
Was genau er mit „nicht zulassen“ meint, lässt Capi offen. Rechtliche Schritte kündigt er nicht an. Klar ist nur, dass er nicht als Krimineller dastehen möchte. In den Ermittlungsakten tauchte er ohnehin eher in der Rolle des Opfers auf: In einer E-Mail an das LKA warnte er 2019, seine Erpresser seien bewaffnet.
„Ich mach Musik“
Capital Bra wolle nicht, dass es ihm ergeht wie Haftbefehl, bei dem in Dokus vor allem der Drogenkonsum im Vordergrund stehe. Bei ihm soll es um die Musik gehen. In der Caption stellt er klar: „Ihr sollt nicht denken, mir macht das Spaß, Drogen zu nehmen. Ich mach Musik“
Der neue Song soll in eine ähnliche Richtung gehen wie Haftbefehls „Mann im Spiegel“. Er wolle keine Drogen mehr nehmen, gibt aber zu, dass der Kampf gegen die Sucht nicht immer leicht sei. Offen spricht er darüber schon länger: Im Sommer erzählte er, dass er Tilidin mittlerweile sogar auf Rezept bekomme. Wenig später folgte sein emotionales Statement zu Haftbefehl und seiner Sucht.
Am Ende der Hörprobe wendet er sich an die Macher von Dokus und Reportagen und wirft ihnen vor, ihn am Boden sehen zu wollen. Sein Versprechen: „Ich kämpfe bis zum Ende, bis es nicht mehr geht.“ In den Kommentaren bedankt er sich bei seinen Fans für den Zuspruch und das Verständnis. Wie ernst das Thema Sucht im Deutschrap gerade ist, zeigt der Fall Haftbefehl: Capo macht inzwischen Jagd auf alle Dealer, die seinem Bruder etwas verkaufen.
