Gerichtsurteil legt Kollegahs tatsächliches Einkommen offen

Gerichtsurteil

18.000‚ā¨ zu 90 Tagess√§tzen √° 200 Euro – das ist die satte Geldstrafe, die Kollegah nun wegen des Vorfalls in Leipzig aufgebrummt bekommen hat. Zwar handelt es sich dabei f√ľr den Multimillion√§r auf den ersten Blick um Peanuts, doch die Berechnungsgrundlage eines Tagessatzes legt auch offen, dass es sich tats√§chlich um eine empfindlichere Strafe handeln k√∂nnte, als zun√§chst angenommen.

Hierzu ist es notwendig, die Berechnung eines Tagessatzes zu verstehen. Laut¬†Strafgesetzbuch wird der Tagessatz verwendet, um das durchschnittliche Einkommen pro Tag zu berechnen. Hierf√ľr werden zun√§chst alle notwendigen Ausgaben abgezogen und die sich daraus ergebene Monatssumme durch 30 geteilt.

„(2) Die H√∂he eines Tagessatzes bestimmt das Gericht unter Ber√ľcksichtigung der pers√∂nlichen und wirtschaftlichen Verh√§ltnisse des T√§ters. Dabei geht es in der Regel von dem Nettoeinkommen aus, das der T√§ter durchschnittlich an einem Tag hat oder haben k√∂nnte.
(3) Die Eink√ľnfte des T√§ters, sein Verm√∂gen und andere Grundlagen f√ľr die Bemessung eines Tagessatzes k√∂nnen gesch√§tzt werden.“ (Quelle: BMJV)
Rechnet man den Tagessatz von 200‚ā¨ also auf einen Monat auf, ergibt sich ein monatliches Nettoeinkommen von 6000‚ā¨. Dementsprechend d√ľrfte dieses Urteil tats√§chlich wesentlich schmerzhafter f√ľr den Rapper sein, als er sich anmerken l√§sst. Dennoch darf man nicht au√üer acht lassen, dass sich der Tagess√§tze durch einige Tricks und Zahlenspielereien erheblich senken lassen kann.

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