Bushido zieht schon wieder vor Gericht!

Bushido

Die Turbulenzen rund um Bushido und sein Label Ersguterjunge nehmen noch immer nicht ab! Der Berliner Rapper hat mit den zahlreichen Seitenhieben aus D√ľsseldorf, der privaten und gesch√§ftlichen Trennung von seinem ehemaligen Freund Arafat Abou-Chaker und dem Release seines kommenden Soloalbums eigentlich schon genug um die Ohren, muss sich aber weiterhin darum k√ľmmern, dass das Musiklabel schwarze Zahlen schreibt.

Eine der wichtigsten finanziellen Sicherheiten, die ein Rapper, bzw ein Label hat, ist der Back-Katalog. Dies sind alle Releases, die bereits ver√∂ffentlicht wurden und nicht mehr gro√ü promotet werden. Selbstverst√§ndlich sollen diese Alben und Singles dennoch verkauft, bzw abgespielt werden und Gewinne einbringen. F√ľr besonders erfolgreiche Musiker bedeutet ein gro√üer Back-Katalog auch eine sichere Rente nach der Rap-Karriere.

Sonny Black

Nach mehreren Gold- und Platin-Platten hat ein Rapper wie Bushido ein mehr als solides Fundament an fr√ľheren Projekten, die immer noch Geld abwerfen und die laufenden Kosten des Labels decken. Nichtsdestotrotz ist es √§rgerlich, wenn √§u√üere Faktoren den Absatz eines Albums einbrechen lassen. So ist es dem Gold-Album „Sonny Black“ widerfahren.

Die CD verkaufte sich Bushidos Angaben nach √ľber 150.000 Mal und hat eigentlich bereits seinen Soll erf√ľllt. Dadurch, dass „Sonny Black“ jedoch indiziert wurde, kann das Album aus dem Jahr 2014 nicht mehr verkauft und auch nicht mehr gestreamt werden. Alleine durch das fehlende Streaming-Gesch√§ft gehen EGJ dadurch wichtige Einnahmen verloren – gerade bei einem relativ frischen Album, das nach wie vor von den Fans geh√∂rt werden w√ľrde.

Indizierung

Bereits im Jahr 2016 versuchte Bushido die Indizierung des beliebten Albums wieder r√ľckg√§ngig zu machen und klagte gegen die Entscheidung der BpjM vor dem Verwaltungsgericht K√∂ln. Laut BpjM seinen die Texte¬†„verrohend, verherrlichen einen kriminellen Lebensstil, insbesondere den Drogenhandel, und diskriminieren Frauen und homosexuelle Menschen.

Zudem sei die Gefahr gro√ü, dass sich jugendliche H√∂rer des 39 j√§hrigen in ihrer eigenen Wortwahl und sogar in ihrem Verhalten an den Texten des Rappers orientieren. Das Gericht lie√ü sich damals 15 Titel des Albums vorspielen und wies die Klage Bushidos daraufhin zur√ľck. Dasselbe Gericht, welches den Song „Stress ohne Grund“ wieder erlaubt hat, stimmte der BpjM in diesem Fall zu.

(Quelle: Spiegel)

Gerichtsverfahren

Nun berichtet der Focus, dass Bushido erneut den Rechtsweg beschreitet, um sein Album wieder in den Handel, bzw auf die Streaming-Plattformen zu bringen. Dazu geht der umstrittene Rapper eine Instanz h√∂her und klagt vor dem¬†Oberverwaltungsgericht in M√ľnster.

Der Anwalt des Rappers argumentierte laut Focus folgenderma√üen: „Er h√§lt dagegen, er sehe sich in seinen Rechten als K√ľnstler verletzt. Die Toleranzschwelle, was jugendgef√§hrdend sei und was nicht, habe sich l√§ngst verschoben, trug sein Anwalt im ersten Prozess vor.“ Seine Song-Texte seien bewusst √ľberzeichnet, sodass jugendliche den Unterschied zwischen Klischee und Realit√§t hierbei durchschauen k√∂nnen.

Bushido spielt zus√§tzlich dazu in die Karten, dass die Bundespr√ľfstelle f√ľr jugendgef√§hrdende Medien dem Rapper offenbar keine M√∂glichkeit einger√§umt hat, sich vor der Indizierung zu erkl√§ren. Kommenden Mittwoch findet das Verfahren statt und soll nach Angaben der Richter noch an diesem Tag zu einer Entscheidung f√ľhren.

Bushido selbst wird sich wie auch 2016 durch seinen Anwalt vertreten lassen und nicht vor Ort sein. Ob die seit 2015 geltende Indizierung des kontroversen Albums tatsächlich aufgehoben wird?

(Quelle: Focus)

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