Nach Flers Ansage – Bericht zu gekauften Streams im Deutschrap

Streaming

Der Streaming-Markt hat die deutsche Musiklandschaft schon jetzt nachhaltig ver√§ndert. Jedem Rap-Fan d√ľrfte mittlerweile aufgefallen sein, dass sich die Anzahl der goldenen Schallplatten – insbesondere in Single-Bereich – in den letzten 3 Jahren vervielfacht hat. War es zuvor nur radiotauglichen Pop-Rappern wie CRO √ľberlassen, Single-Gold zu holen, schaffen es mittlerweile selbst die unwahrscheinlichsten Rapper zu einer Goldenen.

Zwar ist auch heute noch einer der obersten Voraussetzungen, dass der Song so massentauglich und eingängig wie möglich ist. Jedoch können auch Straßenrapper wie Kurdo oder Olexesh, die traditionelle eher schwächer im Single-Bereich performen, den Goldstatus erreichen. Selbst Newcomern wie JAZN oder Snipe ist es mittlerweile vergönnt Gold zu gehen, wenn sie einen echten Hit landen.

Gekauft

Allerdings gibt es auch Kritik am aktuellen System. Wäre es damals aus finanzieller Hinsicht gar nicht möglich gewesen, seine Verkäufe vorzutäuschen, kann es mittlerweile durchaus rentabel sein, sich Klicks und Streams zum kleinen Preis zu kaufen, um sich einen Platz in den Trends zu sicher.

Erst k√ľrzlich regte sich Fler m√§chtig dar√ľber auf, dass viele deutsche Newcomer innerhalb k√ľrzester Zeit mehr Klicks auf Youtube und Spotify haben, als internationale Stars:¬†„Das Problem ist, die Fans gucken nur, wer hat Klicks. Ich merke das voll und ich will jetzt nicht den Hater machen so, aber Jungs, das ist alles gekauft!

(..) Man ich sehe Meek Mill und Drake bringen eine Single raus. Die haben dann nach 2 Tagen 3 Millionen Klicks. Die Motherf***er. Die Gr√∂√üten! (..) Und ich sehe hier in Deutschland irgendwelche Jungs, die haben dann √ľber Nacht 20 Millionen Klicks. Die haben viele Klicks und die h√§tten auch so viele Klicks. Aber Leute, da wird nur noch gedreht.“

Seiner Einsch√§tzung nach ist ein signifikanter Teil der Youtube-Klicks mittlerweile gekauft:¬†„Ich w√ľrde sogar sagen 70% [der Klicks] sind gefaked.Und nat√ľrlich, wenn du erstmal dann siehst, wie die Kinder reagieren: ‚Oh der hat 30 Millionen Klicks‘ – nat√ľrlich klicken die weiter! Aber die faken um erstmal in die Trends rein zu kommen.“

Hier ist das Statement (Ab 10 min)

Bericht

W√§hrend seines Statements erkl√§rte Fler, dass diese Vorg√§nge irgendwann mit Sicherheit aufgedeckt werden. Und siehe da – nur Tage sp√§ter gibt es nun den ersten Bericht, der dieses Thema beleuchtet! Die BILD-Zeitung hat einen Beitrag dar√ľber geschrieben, wie deutsche Rapper tricksen, um sich h√∂here Chartplatzierungen zu sichern:

„Nicht nur im Ausland gibt es mittlerweile Agenturen die Streamplays anbieten. Sprich: Man bezahlt einen gewissen Betrag und die Agentur sorgt daf√ľr, dass der entsprechende Song die bezahlte Anzahl an Streamplays bekommt. Vor allem im Darknet tummeln sich viele Anbieter, die ihre Dienste verkaufen. Aber auch via Google erreicht man mit wenigen Kniffen schnell Seiten, auf denen man f√ľr Geld Streamingplays erh√§lt.“

Damit d√ľrfte die Frage gekl√§rt sein, ob es √ľberhaupt m√∂glich ist, seine Streams zu faken. Denn laut Bericht ist das genauso einfach wie Youtube-Klicks zu faken! Auf einschl√§gigen Seiten kostet es aktuell rund 1.000‚ā¨ um 100.000 Streams zu kaufen.

Hier seht ihr die Schlagzeile

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