„Sind sie bekifft?“ – Samra bringt Bushido vor Gericht zum lachen

Marco Verch / CC 2.0)

Samra

Ein halbes Jahr lang musste man auf Samra warten. Gestern war es endlich soweit. Der nächste Rap-Superstar hat im Prozess zwischen Bushido und Arafat Abou-Chaker ausgesagt. Das Gericht erhoffte sich durch den ehemaligen EGJ-Rapper neue Erkenntnisse zur Trennungsphase und seinem persönlichen Verhältnis zum Angeklagten und dem Nebenkläger.

Doch schon während der Aussage des 27-Jährigen war klar, dass es nicht viel zu holen gibt. Auf die meisten Fragen hatte Samra keine Antwort parat. Meistens erklärte er, zu seiner Zeit bei Ersguterjunge soviel gekifft zu haben, dass er sich kaum noch an Details erinnern könne.

„Sind sie bekifft?“

Gleich zu Beginn erklärte er bspw., dass die Trennung zwischen Bushido und Arafat vor „2 bis 3 Jahren“ gewesen sei. Tatsächlich fand sie vor fast genau 4 Jahren statt. Selbst der Richter zeigte sich entnervt vom fehlenden Aussagewillen des Rappers. An einer Stelle fragte er Samra deshalb offen, ob dieser bekifft vor Gericht erschienen ist.

Ssynic über das Gespräch

„Das war halt krass, immer diese Antworten. ‚Weiß ist nicht mehr, kein Plan‘ Der Richter hatte auch so die Faxen dicke gehabt. (…) Und der Richter meinte auch so, können sie sich mal richtig hinsetzen? Machen sie mal die Hand weg und… das war das erste Mal, dass ich gesehen hab, dass er jemandem gesagt hat wie er sich hinsetzen soll.

Weil man, du sitzt halt vor dem Richter und vor Leuten und sitzt da – hat der Richter so gesagt – ‚Sie sitzen da, als ob sie in der Schulklasse sind und die Hausaufgaben nicht haben.‘ Und dann meinte der Richter so zu Samra: ‚Sind sie jetzt gerade bekifft?‘ Und Samra so: Nein. Meint er: ‚Andere Substanzen?‘ Samra: Nein, Gott sei Dank nicht. Ich mach nichts, ich hab nichts gemacht.“

Bushido

Die Drogen-Thematik rief sogar bei Bushido, der ebenfalls vor Ort gewesen ist, eine Reaktion hervor. Bisher wirkte der 43-Jährige während den meisten Verhandlungstagen völlig unbeteiligt. Aber als Samra erklärt, dass er ständig auf Drogen gewesen ist und sich deshalb an nichts mehr erinnert, beobachtet der Reporter der WELT:

„Auch die meisten anderen Fragen kann der Rapper am Montag nicht beantworten. Die Begründung: Er sei zu der Zeit „dauerzugedröhnt“ gewesen. „Ich habe mies gekifft, die Hälfte ist an mir vorbeigezogen.“ Nebenkläger Bushido kann sich ein Lachen nicht verkneifen.“

Ssynic berichtet vom Prozess

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