„Ich bin schwul, ich bin Kanake“ – Baran Kok gibt Statement zum CSD ab
CSD
Die Ereignisse vom CSD in Berlin sind auch Tage später noch schwer zu fassen. Ein 21-Jähriger Attentäter hat sich dazu entschieden, eine Frau in den Tod zu reißen und 16 Menschen zu verletzen, nur weil er deren Lebensweise nicht befürwortet hat. Am Ende kam auch der Attentäter durch die Polizei zu Tode.
Viele deutsche Rapper und auch andere Persönlichkeiten haben ihre Solidarität mit der queeren Community bekundet. Auch religiöse Wortführer haben betont, dass ihre Religion nicht für den Hass gegen Minderheiten steht und sie Anschläge absolut ablehnen.
Baran Kok
Nun hat sich mit Baran Kok einer der wenigen, offen homos*xuellen Rapper in Deutschland zu Wort gemeldet. Er und seine Lebensweise wurden mit diesem Anschlag angegriffen. Und auch abseits dieses Anschlags steigen die Übergriffe und Straftaten gegenüber der LGBTQ-Community in den letzten Jahren dramatisch an.
Das Innenministerium gibt an, dass die Zahl der Straftaten zwischen 2015 und 2025 von 220 im Jahr auf 2377 gestiegen ist. Dabei konnten 50% aller Straftaten keiner politischen Richtung zugeordnet werden, bzw. waren nicht mit einer bestimmten Agenda verbunden. 40% der Straftaten konnten hingegen der rechtpolitischen Richtung zugeordnet werden. Andere argumentieren, dass der Anstieg seit 2015 mit der damaligen Flüchtlingswelle zusammenhänge.
„Ich bin schwul, ich bin Kanake“
Genau an dieser Diskussion setzt Baran Kok mit seinem Statement an. Denn er ist nicht nur schwul, er ist auch ausländischer Abstammung und spiegelt damit zwei Minderheiten wider. Er ist der Ansicht, dass die Gewalt gegen LGBTQ-Personen immer mehr wird, solange man dazu schweigt.
Aus diesem Grund hat er sich dazu entschieden, ein klares und ausführliches Statement zu posten. Das ganze Statement lest ihr in den Slides. Gleichzeitig fordert er aber auch, dass Anschläge und Leid nicht für eine politische Agenda ausgenutzt werden sollten. Rechte Parteien nutzen Momente wie diese gezielt aus, um weiter Hass zu säen und daraus politisch Profit zu schlagen. Baran Kok appelliert an jeden, diese Vorgehensweise zu durchschauen.
Hier lest ihr das ganze Statement
