Diddy nach Schlägerei mit Drogenboss in neues Gefängnis verlegt

Von Fort Dix nach Allenwood

Sean „Diddy“ Combs sitzt nicht mehr in Fort Dix. Wie TMZ berichtete, wurde der 56-Jährige aus dem Bundesgefängnis in New Jersey in die FCI Allenwood in Pennsylvania verlegt. Die US-Gefängnisbehörde Bureau of Prisons wollte den Grund für die Verlegung nicht bestätigen.

Allenwood ist wie Fort Dix eine Einrichtung mit niedriger Sicherheitsstufe, aber deutlich kleiner. Während in Fort Dix rund 4.000 Häftlinge sitzen, sind es in Allenwood etwa 1.000. Ein ehemaliger Justizvollzugsbeamter, der dort gearbeitet hat, beschrieb die Anlage gegenüber TMZ als modernen Komplex ohne tote Winkel. Durch die abgelegene Lage im ländlichen Pennsylvania sei es außerdem schwieriger, Schmuggelware ins Gefängnis zu bringen.

Diddys Sprecher Juda Engelmayer begrüßte den Schritt gegenüber XXL: „Wir schätzen es, dass das Bureau of Prisons die Sicherheit von Sean und allen Beteiligten ernst nimmt.“ Die Verlegung von einer Einrichtung mit niedriger Sicherheitsstufe in eine andere sei ein wichtiger Unterschied. Sie entspreche „einer Entscheidung, die mit Blick auf die Sicherheit getroffen wurde“.

Schlägerei mit Drogenboss oder Unfall am Stockbett?

Hinter Diddy liegen turbulente Wochen. Nach einem NBC-Bericht über sein angebliches VIP-Leben hinter Gittern mit Massagen, Alkohol und Handy musste er zurück in Einzelhaft. Danach durchsuchten Beamte auch die Zellen anderer Häftlinge, darunter die des jamaikanischen Drogenbosses Christopher „Dudus“ Coke, der eine Haftstrafe von 23 Jahren absitzt.

Laut TMZ-Quellen soll Coke wütend gewesen sein, weil der Bericht auch ihn und andere Häftlinge ihre Schmuggelware gekostet habe. Bei einer Auseinandersetzung soll Diddy einen heftigen Schlag gegen den Kopf abbekommen haben – wir berichteten über die angebliche Prügelei. Kurz zuvor war er mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht worden. Die Gefängnisbehörde dementierte gegenüber TMZ: „Die Geschichte, auf die Sie sich beziehen, ist falsch und hat nicht stattgefunden.“ Laut Page Six soll sich Diddy den Kopf an einem Stockbett gestoßen haben.

Dass Diddy trotz zweier Aufenthalte in Isolationshaft nicht in ein Gefängnis mit höherer Sicherheitsstufe kommt, spricht laut TMZ eher für eine Schutzmaßnahme als für eine Strafe. Folgenlos blieben die Regelverstöße trotzdem nicht: Er verlor 41 Tage Strafnachlass für gute Führung und für 400 Tage das Recht, im Gefängnisladen einzukaufen. Seine Entlassung rutschte deshalb auf den 2. März 2028.