„Mitverantwortlich, dass die AfD stärkste Partei ist“ – Apsilon erklärt seinen Diss gegen Lars Klingbeil

Apsilon vs. Lars Klingbeil

Vor wenigen Wochen hat der Rapper Apsilon es mit einem Songtext geschafft, in einer Debatte im Bundestag zu landen. Grund dafür sind seine Zeilen zur aktuellen Regierungspolitik und einem persönlichen Angriff an den Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil.

Der SPD-Politiker hatte Apsilon zuvor auf Instagram gefolgt und ist ein bekennender Fan des Rappers. Dieser wiederum wollte nichts mit der aktuellen Regierung zutun haben und hat demonstrativ Abstand von Klingbeil genommen. Er warf dem Vizekanzler auch vor, eine der Personen zu sein, die „das Land an die Wand fahren“.

Der Diss von Apsilon

„Vallah, reicht mit yappa yappa/
Bitte sag mal Vizekanzler, wieso folgst du mir auf Insta?
Halt mal lieber bisschen Abstand/
Ich will nichts mit den zutun haben, die das Land hier an die Wand fahren/

„Ich bin nicht der Feind“

Vor rund einem Monat antwortete Lars Klingbeil auf den Diss von Apsilon und gab zu, dass ihn die Zeilen tatsächlich getroffen haben. Vor allem, weil sie von einem Künstler stammen, den er selbst feiert. Außerdem betonte er, dass er eigentlich nicht „der Feind“ sei und sich wünschen würde, solidarisch gegen den echten Feind zu stehen, wobei er de Chance verpasst, klar zu formulieren, um wen es sich dabei handelt.

Antwort von Lars Klingbeil

„Das ist das totale Recht von einem Künstler, sich von einem Vizekanzler zu distanzieren. (…) der dritte Punkt ist aber, dass ich schon denke: Hey, ich bin nicht der Gegner. Ich bin auch nicht der Feind. Wir sind gerade in einer politischen Situation, wo es ganz andere Kräfte gibt um die es eigentlich geht und wo ich mir mal wünschen würde, dass mal sich darauf konzentriert.“

„Mitverantwortlich, dass die AfD stärkste Partei ist“

Nun hat sich Apsilon zu seinem Diss geäußert und darin erklärt, dass es kein persönliches Problem zwischen ihm und dem Vizekanzler gibt. Gleichzeitig wollte er ein Zeichen gegen die aktuelle Politik setzen, die aus seiner Sicht die Verantwortung für die hohen Umfragewerte der AfD tragen. Und in diese Klasse von Politikern zählt er Lars Klingbeil, sowie die anderen erwähnten Personen, hinzu.

Apsilon erklärt seinen Diss

„Im Endeffekt sind alle Leute, die in dem Song genannt werden, eher ein Symbol. Es geht um das Gefühl der Abgef*cktheit, das wir haben, wenn wir diese Politikerklasse sehen. Deren Vertreter, auch die der Vorgängerregierungen, sind dafür mitverantwortlich, dass wir jetzt in einer Lage sind, in der die AfD stärkste Partei ist. Aber ich habe kein persönliches Problem mit dem Vizekanzler. Wir könnten bestimmt zwei Stunden ein schönes Gespräch über Musik führen. Ich denke nur, es muss mal irgendwann Schluss sein mit dieser Harmoniebedürftigkeit.“

(Quelle: Lausitzer Rundschau)

Hier findet ihr das Interview

lr-online.de