„Ich bin nicht der Feind“ – Vizekanzler Lars Klingbeil reagiert auf den Diss von Apsilon

Apsilon

Wieder einmal hat die aktuelle Regierung von der Rapszene eins auf den Deckel bekommen. Der Schöneberger Rapper Apsilon hat sich in einer kürzlich erschienen Hörprobe direkt an Lars Klingbeil gewandt, dem Finanzminister und Vizekanzler von Deutschland. Klingbeil folgt dem Künstler auf Instagram, was Apsilon wiederum missfällt.

Er stellt klar, dass er keine Sympathien für den Vizekanzler hat und dass er Klingbeil für eine der Personen hält, die „das Land hier an die Wand fahren“. Da Klingbeil dem Rapper folgt, dürfte er mit ziemlicher Sicherheit auch von diesem Diss mitbekommen. Auch zu Jens Spahn hat Apsilon ein paar Worte zu sagen.

Der Diss von Apsilon

„Vallah, reicht mit yappa yappa/
Bitte sag mal Vizekanzler, wieso folgst du mir auf Insta?
Halt mal lieber bisschen Abstand/
Ich will nichts mit den zutun haben, die das Land hier an die Wand fahren/
Wir hängen nicht mit Cem Özdemir-Kan*cken, Bruder lass mal/
(…) Ein Bruder will Benz fahrn/
macht jetzt Deals mit Maske so wie Jens Spahn/“

Lars Klingbeil

Nun hat Lars Klingbeil im Rahmen eines Diffus-Interviews auf den Diss von Apsilon reagiert und zugegeben, dass in die Erwähnung tatsächlich wehgetan hat. Da er Apsilon folgt, feiert er ihn auch als Artist. Dass der Rapper ihn im Gegenzug dafür disst, schmerzt entsprechend. Gleichzeitig erkennt er auch an, dass der Musiker jedes Recht hat, sich vom Vizekanzler zu distanzieren.

Auf der anderen Seite stellt der SPD-Chef auch klar, dass er eigentlich „nicht der Feind“ ist und er sich wünschen würde, dass Rapper wie Apsilon sich in ihrer Kritik auf „andere Kräfte“ konzentrieren würde. Damit begegnet er dem Vorwurf, dass er „das Land an die Wand fahren“ würde.

Die Antwort von Lars Klingbeil

„Also es hat mich ein bisschen getroffen im ersten Moment, weil ich Apsilon wirklich für einen großartigen Künstler halte. Und hat mir nochmal gezeigt, was in Migrationsbiografien für Probleme da sind, die ich mit meiner biodeutschen Biografie nicht habe. Dann ist der zweite Gedanke: Das ist das totale Recht von einem Künstler, sich von einem Vizekanzler zu distanzieren.

Und ich glaube der 20 Jahre jüngere Lars würde vielleicht auch ganz anders auf mich gucken und hätte auch Kritik. Und der dritte Punkt ist aber, dass ich schon denke: Hey, ich bin nicht der Gegner. Ich bin auch nicht der Feind. Wir sind gerade in einer politischen Situation, wo es ganz andere Kräfte gibt um die es eigentlich geht und wo ich mir mal wünschen würde, dass mal sich darauf konzentriert. (…) Trotzdem wird ich mir den Song anhören und ich wird ihn wahrscheinlich sehr gut finden.“

Hier seht ihr die Reaktion