„Ferat Kocak lügt“ – Issa Remmo attackiert Linken-Politiker und kündigt eigene Partei an

Issa Remmo widerspricht Koçak

In der Affäre um mutmaßliche Kontakte zwischen Ferat Koçak (Die Linke) und der Familie Remmo legt Issa Remmo nach. Gegenüber Bild wirft er dem Bundestagsabgeordneten erneut vor, die Öffentlichkeit in die Irre zu führen. Koçak hatte erklärt, ein zufälliges Treffen mit Issa und Firas Remmo habe höchstens 15 Minuten gedauert. Remmo hält dagegen: „Koçak kam zu mir ins Büro. Mehr als eine Stunde haben wir diskutiert.“

Der Clan-Oberhaupt behauptet zudem, Koçak habe ihn bereits zuvor gekannt. Auf Nachfrage sagte er laut Bericht: „Natürlich kennt er mich“. In Richtung des Politikers erklärte Remmo außerdem: „Hätte er gesagt: ‚Ich kenne Issa‘, dann hätte man ihn für seine Ehrlichkeit respektiert. Aber Ferat Koçak lügt.“ Inhaltlich sei es beim Treffen nach Remmos Darstellung um politische Themen gegangen: „Nicht über Drogen und Waffen, sondern über Politik, Sozialismus und Enteignungen.“

Koçak hatte bislang angegeben, das Treffen nach zehn bis 15 Minuten beendet zu haben, als ihm die Situation klar geworden sei. Eine neue Stellungnahme zu den Vorwürfen blieb laut Bild aus. Zuvor hatte Koçak betont, bewusste Verbindungen ins Clan-Milieu zu bestreiten und sein Mandat behalten, aber sein Amt im Innenausschuss niedergelegt.

Eigene Partei

Die Debatte nahm Fahrt auf, nachdem Issa Remmo auf der Wahlparty der Linken in Neukölln auftauchte und anschließend freundliche Chatnachrichten zwischen Koçak und Firas Remmo publik wurden. Darin schrieb Koçak unter anderem: „Grüße mit Respekt an deinen Vater“. In der Partei betonen führende Köpfe Distanz, Koçak selbst forderte zwischenzeitlich, seine Eltern aus der Diskussion herauszuhalten.

Im Bild-Interview präsentiert Remmo nach eigenen Angaben zwei Führungszeugnisse mit „keine Einträge“ und bekräftigt seine politische Haltung: „Ich hätte die Partei nicht gewählt, wenn sie gegen Juden wäre. Ich bin gegen das, was die Hamas am 7. Oktober gemacht hat.“ Zugleich beschreibt er Koçak als höflich und seriös.

Enttäuscht von der Linken kündigt Remmo eigene politische Ambitionen an: „Ich werde die Linke niemandem mehr empfehlen. Lügen haben kurze Beine. Ich habe nicht die Linke verloren, die Linke hat mich verloren.“ Perspektivisch wolle er antreten: „Bei der nächsten Wahl wähle ich mich selbst. Wenn ich den deutschen Pass bekomme, gründe ich meine eigene Partei.“ Die Vorwürfe an Koçak und die offene Widersprüchlichkeit der Darstellungen bleiben politisch brisant.

(Quelle: BILD)

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