Moritz Bleibtreu verteidigt Kollegah und Farid Bang öffentlich

Moritz Bleibtreu

Der ECHO-Eklat und der Vorwurf des Antisemitismus gegen Kollegah und Farid Bang zog in den letzten Tagen immer weitere Kreise und dringte selbst in die h√∂chsten Kreise der Politik vor. Sowohl Musiker, als auch Medien bezichtigten die JBG.Rapper einhellig der Fremdenfeindlichkeit und kritisierten den Rap der beiden D√ľsseldorfer.

Au√üerhalb der Rap-Szene traute sich noch kein bekannter Promi die Platin-K√ľnstler zu verteidigen und Stellung f√ľr sie und ihre Kunstform zu beziehen. Schauspieler Moritz Bleibtreu ist jedoch egal, was die Mehrheit denkt – in einem aktuellen Interview mit dem Stern bricht der bekennende Hiphop-Fan eine Lanze f√ľr die beiden und erkl√§rt, dass Deutschland Hiphop nicht versteht. Die Debatte um den ECHO findet er zudem l√§cherlich, wie er gleich zu Beginn des Gespr√§chs zu verstehen gibt.

Statement

‚ÄěIch bin Rap-Kind der allerersten Stunde. Ich hab die Debatte um den Echo verfolgt, aber dass es so aufgebauscht wird und so eine Resonanz bekommt, ist absurd. Das liegt doch alles an den Statuten! So lange man den Preis an den vergibt, der die meisten Platten verkauft, braucht man nichts sagen. Wenn da jetzt eine Jury dahinter stehen w√ľrde, die ihn bewusst auszeichnet, dann kann man das kritisieren. Aber wir reden hier √ľber einen Industriepreis, der an den geht, der die meiste Kohle verdient. Das kann man nur bel√§cheln eigentlich.“

Stern: „Das hei√üt, Zeilen wie „Mein K√∂rper, definierter als der von Auschwitzinsassen“ geh√∂ren zum Rap?

„Man muss solche Zeilen immer im Kontext betrachten. Ich glaube an die k√ľnstlerische Freiheit. Es muss erstmal m√∂glich sein, das zu sagen, was man m√∂chte. Und dann dar√ľber zu diskutieren. Diese ganze Aufregung heute macht keinen Sinn.¬†Wir haben die wackelnden H√ľften von Elvis damals zensiert, vor langhaarigen Rockern und ihrer Musik wurde gewarnt. Man muss doch schnallen, dass die Jugend ihre Ausdrucksformen hat, an denen wir irgendwann nicht mehr dran sind. Das ist ein wiederkehrendes Prinzip: Der Hip Hop ist der Rock‚Äôn‚ÄôRoll unserer Zeit. Das Neue ging damals den Eltern auf den Sack, und so ist es auch heute. Das wird nicht verstanden.‚Äú

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