100.000€ weg – Newcomer Snipe darf kein Geld verdienen

100.000 Euro

Das versteht kein Mensch – obwohl er in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, hier zur Schule gegangen ist und eine erfolgreiche Karriere als Musiker aufgebaut hat, darf Newcomer Snipe kein Geld mit seiner Kunst verdienen! Dadurch ist ihm inzwischen fast ein 6 stelliger Betrag entgangen, der zehntausende Euro an Steuereinnahmen bedeutet hätte.

Snipe

Aber ganz von vorne: Ihren großen Durchbruch feierten Snipe und seine Crew „Mainhattan Sound“ im Sommer 2017 mit ihrem Hit „Bombay“. Auch wenn Video und Sound-Engineering zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht auf professionellem Niveau waren, stach der Song aus der Masse heraus und lieferte zudem eine echte Ohrwurm-Hook ab, die sofort im Kopf bleibt. 8 Millionen Klicks sprechen eine klare Sprache.

Auch alleine feierte Snipe große Erfolge und lieferte mit „Kein Engel“ einen riesigen Hit ab – knapp 10 Millionen Streams auf Spotify, sowie 3 Millionen Youtube-Klicks. Zuletzte spielten sie als Vorgruppe auf der Tour von Capital Bra vor einer riesigen Menschenmenge.

Arbeitserlaubnis

Mit Millionen von Streams, Auftritten vor vielen Menschen und einer großen Fanbase auf Youtube könnten die Jungs eigentlich eine aussichtsreiche Karriere aufbauen und Geld mit ihrer Leidenschaft verdienen. Doch der 20 jährige Rapper Snipe ist staatenlos und darf somit weder einen Führerschein machen, nicht reisen und bekommt auch keine Arbeitserlaubnis.

Gegenüber der BILD erklärt der Newcomer: „Seit 1997 sind meine Eltern keine georgischen Staatsbürger mehr. Ich war es noch nie.“ Deshalb muss er sich alle 3 Monate beim Ausländeramt melden. Trotz mehrfacher Versuche sowohl die georgische, als auch die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten, sind Snipe und seine Eltern aufgrund von bürokratischer Unsinnigkeiten weiterhin staatenlos:

„Die Ausländerbehörde fordert seit mehr als fünf Jahren meine Eltern auf, die Staatsbürgerschaft erneut aufzunehmen. Mehrfach haben meine Eltern es schriftlich bestätigt, dass sie eine Absage vom Konsulat bekommen haben.“

Wir hoffen, dass Snipe und seine Familie irgendwann doch noch eine Lösung für ihr Problem finden und die Staatsbürgerschaft zu erhalten. Sowohl steuerlich, aber vor allem auch menschlich wäre es ein Zugewinn für unsere Gesellschaft!

Hier seht ihr seinen Hit

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