Raf Camora nennt seine Album-Einnahmen und Prozentanteile von Zenit

Raf Camora

Kaum ein Rapper spricht so offen und ehrlich über Musik-Einnahmen wie Raf Camora. Und vermutlich hat auch kaum jemand soviel Ahnung von der Materie wie der 35-Jährige. Als Rapper, Produzent mit abgeschlossenem Musikstudium, Manager und Chef einer eigenen Plattenfirma kennt Raf Camora sämtliche Aspekte des Geschäfts.

Zudem muss er sich als einer der erfolgreichsten Künstler der letzten 10 Jahre auch nicht schämen, wenn er über seine Zahlen spricht. Denn die sind immer herausragend. So habe er eigenen Angaben nach schon mit seinem Album „Ghost“, das noch vor dem ersten Teil von „Palmen aus Plastik“ erschien, eine Million Euro gemacht. Mit „Palmen aus Plastik 2“ kamen sogar über 11 Millionen Euro für ihn raus, die Arena-Tour durch ganz Deutschland mit eingerechnet.

Zenit

In seinem neuen Interview bei Deutschrap rasiert erklärt Raf erstmals, wie viel er mit seinem letzten Soloalbum „Zenit“ einnehmen konnte und wie viel davon in seine Tasche fließt. Im Gespräch legt er dar, dass er als Rapper und Labelchef zugleich einen Anteil von 70% an seinen Einnahmen bekomme, was teilweise siebenfach höher ist, als der Anteil eines Rappers mit Majordeal.

Die Deluxe Box seines Albums konnte mit 40.000 verkauften Einheiten für 60€ rund 2,4 Millionen Euro erzielen. Da die Boxen und CDs seinen Angaben nach aber nur 20% der Tonträgerlizenzen ausmachen, könnte man die Milchmädchenrechnung aufmachen und das vierfache dieses Betrags für Streaming ansetzen. Allerdings hat Raf zurzeit 200 Millionen Streams auf „Zenit“ und „Zenit RR“, wodurch er im Normalfall nicht mehr als 1,2 Millionen Euro verdient haben dürfte.

In Wahrheit steigt der Anteil von Streaming in Relation zu physischen Einheiten erst mit der Zeit, sodass die Deluxe Box aktuell noch mehr als 20% der Zenit-Einnahmen ausmacht. Wenn das Album in den nächsten Jahren aber weiter gehört wird und sich die Streams der letzten Alben akkumulieren, dürfte sich der Umsatz an den 80%-Anteil durch Streaming annähern.

Hier ist sein Statement zu den Einnahmen:

”Als Künstler habe ich drei Erlösquellen: Liveauftritte, Merchandise und Tonträgerlizenzen, das umfasst Streaming, CDs und Fanboxen, wobei Streaming da einen Anteil von etwa 80 Prozent hat. Allerdings verdiene ich auch an den CD-Boxen, die ich mit besonderem Merchandise als Sammleredition anbiete.

Die Box von meinem Album ‘Zenit’ habe ich in den ersten Wochen 40 000 mal verkauft, für ungefähr 60 Euro pro Stück. Das bedeutet einen Umsatz von mehr als zwei Millionen Euro. Es ist aber keine goldene Regel für einen Künstler, dass er CD-Fanboxen anbieten sollte. So etwas funktioniert zum Beispiel für Bu­shido oder Kool Savas. Fans sammeln ihre Boxen. Jüngere Künstler verdienen eher durchs Streaming.”

(Quelle: Big FM)

Raf spricht über seine Prozente

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