Rapper Marteria produziert Kleidung aus Ozeanmüll

Ozeanverschmutzung

Das Problem der Verschmutzung unserer Ozeane dürfte den meisten Menschen inzwischen bewusst sein. Insbesondere das Bewusstsein für den Plastikmüll, der seit Jahrzehnten in gigantischen Mengen in unseren Gewässern landet und von dort aus in den Ozean gespült wird, stieg zuletzt deutlich an.

Die Diskussion um Plastiktüten, Becher, Besteck, Strohhalme und Verpackungen sorgte dafür, dass viele Geschäfte, Restaurants, Kinos und Co. inzwischen auf umweltfreundlichere Lösungen wie Papiertüten oder Holzbesteck zurückgreifen. Ab 2021 werden Einwegprodukte aus Plastik in der gesamten Europäischen Union der Vergangenheit angehören.

Doch auch mit einer Reduzierung des Plastik- und Kunststoffverbrauchs ist es noch nicht getan. Aktuell wird davon ausgegangen, dass 100 Millionen Tonnen an Plastikmüll in den Ozeanen umhertreiben und gelenkt durch die Strömungen zu riesigen Plastikinseln werden. Der „Great pacific garbage patch“, ein Müllberg im Pazifischen Ozean, ist inzwischen so groß, dass er als Achter Kontinent der Erde bezeichnet wird.

Marteria

Die Säuberung der Meere und Ozeane wird also eine grundlegende Aufgabe des laufenden Jahrhunderts sein. Rapper Marteria zeigt nun wie es gehen könnte. Der Musiker hat eine Fashion-Kollektion ins Leben gerufen, die zu einem großen Teil aus Ozean-Müll gefertigt sein wird:

„Keiner von uns ist perfekt. Hier geht es um einen ersten Schritt. Wir veröffentlichen am 21.02. unsere erste nachhaltige Fair-Fashion Kollektion aus Recycling-Polyester und Bio Baumwolle: BACK2GREEN. Plastikmüll aus dem Meer wird zu Stoff unserer Kollektion – wie das möglich ist zeigen wir euch in unserer Dokumentation am 21.02.! Mit neuer Musik von der @greenberlin Gang als Soundtrack. Bis zum Release zeigen wir euch nach und nach, welche limitierten Teile dabei rausgekommen sind.“

Klingt erst einmal verrückt, aber ist gar nicht so abwegig. Auch unsere reguläre Kleidung wird bereits oft aus synthetischen Fasern hergestellt, sodass die technische Umsetzbarkeit hier definitiv gegeben ist. Adidas bietet bspw. seit letztem Jahr eine ganze Kollektion an, die nur aus Ozeanmüll gefertigt ist.

Hier seht ihr die Ankündigung

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