Manuellsen ist sauer: AfD-Politikerin drückt Ausländern Besen in die Hand um die Stadt zu fegen

Manuellsen reagiert auf Straßen-Putz-Aktion in Gelsenkirchen

Manuellsen hat die umstrittene AfD-Aktion in Ückendorf scharf kritisiert. In einem Straßen-Interview wurde er auf das Video angesprochen, in dem Passanten mit Migrationshintergrund zum Putzen aufgefordert wurden. Der Reporter schilderte, dass es Sprachbarrieren gab und Menschen aus Rumänien aus Angst mitgemacht hätten.

Manuellsen machte deutlich, dass die Reduzierung städtischer Probleme auf Ausländer falsch sei. Er sagte: „Es ist natürlich nicht richtig, absolut nicht richtig. Man muss die Welt unterscheiden in zwei Hälften: Es gibt gut und schlecht.“ Gleichzeitig prangerte er die Vorgehensweise der AfD-Politiker vor Ort an.

Besonders empörte ihn, dass Menschen Besen in die Hand gedrückt bekamen. Manuellsen fragte: „Habe ich das richtig verstanden?“ und kritisierte: „Also das ist auf jeden Fall an Bodenlosigkeit nicht mehr zu übertreffen.“ Er riet den Bürgern, sich künftig innerhalb gesetzlicher Mittel zu wehren: „Man muss diesen Leuten unmissverständlich klar machen, dass das eine Art und Weise ist, die überhaupt nicht geht.“

AfD-Politikerin Seli-Zacharias im Fokus

Laut einem WDR-Bericht kritisierte Propst Markus Pottbäcker die Aktion deutlich. Er sagte: „Es ist eine neue Dimension: In einen Stadtteil zu gehen, Menschen anzugehen, ihnen Reinigungsgeräte in die Hand zu drücken, sie zu duzen, so zu tun, als wäre man die Herrin des Verfahrens. Das halte ich für gefährlich.“ Betroffen waren vor allem Sinti und Roma.

In dem AfD-Video ruft die Landtagsabgeordnete Enxhi Seli-Zacharias: „Diese Menschen müssen unsere Stadt verlassen“ und fordert Passanten mit Besen und Kehrblech zum Putzen auf. Nach Recherchen wurden mehrere Personen zum Mitmachen gedrängt. Der Stadtteil Ückendorf gilt als belastet, was Pottbäcker nicht bestreitet.

Probleme pauschal einer Gruppe zuzuschreiben, lehnt Pottbäcker ab. Er betonte, dass man damit keine Lösungen schafft. Als Reaktion fegte Seli-Zacharias in einem weiteren Clip vor der Ückendorfer Kirche. Pottbäcker kommentierte dies mit den Worten: „Offensichtlich hat es diese Personen im Innersten getriggert, darauf so reagieren zu müssen.“ Manuellsens Kritik erhält dadurch zusätzliche Relevanz.