Manuellsen gibt zu, er hat die Backpfeife von FatComedy gegen Oliver Pocher gefeiert

Manuellsen feiert die Backpfeife - und begründet seine Haltung

Im neuen Livestream spricht Manuellsen offen über den Ohrfeigen-Eklat zwischen Fat Comedy und Oliver Pocher. Der Ruhrpott-Rapper macht klar, dass er die Szene gefeiert hat und erklärt, warum ihn Pochers Historie dabei prägt. Seine Aussagen werfen ein Schlaglicht auf Grenzen von Comedy, Respekt und Konsequenzen.

Er startet mit einer direkten Frage an die Community: „Sind wir jetzt Assi (…), dass wir uns gefreut haben, dass Oli Pocher eine gescheppert gekriegt hat von Fat Comedy? Das war ja auch so ein Thema. ‚Wie könnt ihr das feiern?'“ Dann liefert er die Begründung: „Normal feiere ich das, weil Oli Pocher… weil er sich hundertmal daneben benommen hat, hundertmal gegen Ausländer geschossen hat, tausende von richtig problematischen Aussagen getätigt hat… einer hat es sich nicht gefallen lassen, der hat sich eine Watsche gefangen.“

Gleichzeitig benennt Manuellsen die Ohrfeige als fragwürdig, ohne seine Reaktion zu relativieren: „Soll ich jetzt lügen und sagen, ’nein, mich hat das nicht gefreut?‘ ‚Fat Comedy, das ist wirklich scheiße gewesen, das ist wirklich daneben benommen.‘ Ja, die feine englische Art ist es nicht. Aber was erwartet er denn?“ In seiner Satire-Kritik heißt es weiter: „Ja, ‚es ist doch nur Satire‘. Ja, ‚ich laber Scheiße‘, ‚ich beleidige alle Ausländer‘ […] ‚aber es ist doch nur Satire‘. Satire ist etwas, um in einer überspitzten Art […] darzustellen, aber hat am Ende des Tages immer eine positive und gesellschaftlich wertvolle Quintessenz wenigstens.“

Ohrfeige 2022 und die Folgen für Fat Comedy

Der Vorfall ereignete sich im März 2022 am Rande eines Box-Events in der Dortmunder Westfalenhalle. Fat Comedy ohrfeigte Oliver Pocher überraschend und schlug ihn vom Stuhl. Die Szene löste deutschlandweit Debatten aus und prägte die Karrieren beider Beteiligten nachhaltig.

Juristisch folgten Geldstrafen und erhebliche Schadensersatzforderungen. Das Amtsgericht Dortmund verurteilte Fat Comedy wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu 120 Tagessätzen. Zusätzlich wurden rund 85.000 Euro Schadensersatz an Oliver Pocher beziffert. Später machten weitere Entscheidungen deutlich, dass gegen Auflagenverstöße konsequent vorgegangen wird.

Im Sommer 2025 musste Fat Comedy eine 12-tägige Ordnungshaft antreten, nachdem er den Clip erneut gepostet hatte. Er kommentierte damals: „Die nächsten 12 Tage Haft werde ich auch hinkriegen. Auf Redbull, Tabak, Liegestütze und Thunfisch.“ Finanziell bleibt die Lage angespannt: Aus Tagessätzen, Entschädigungen und fehlenden Influencer-Einnahmen resultiert ein langfristiger Schuldenberg. Der Eklat wirkt damit bis heute nach - rechtlich, beruflich und öffentlichkeitswirksam.