Schwuler Newcomer Omed will Rapper werden und wird in der Schule gemobbt
Omed
Die Geschichte des jungen Rap-Newcomers Omed berührt gerade tausende von Menschen. Der Westdeutsche Rundfunk hat eine Kurzreportage über den Newcomer gedreht, der nicht nur als schwuler Schüler und Ausländer in Bonn-Tannenbusch klarkommen muss, sondern auch als Rapper berühmt werden will. Für seine Mitschüler macht er sich damit angreifbar.
In der Reportage erklärt Omed, dass er schon seit vielen Jahren in der Schule gemobbt wird. Auf dem Weg in die Schule hat er zudem Angst vor Übergriffen. Ihm selbst sei früher gar nicht aufgefallen, dass er auf irgendeine Weise anders ist. Trotzdem wurde er wegen seines „femininen Gangs“ und seiner „auffälligen Klamotten“ gemobbt.
Die Schwierigkeiten mit seinen Mitschülern halten Omed jedoch nicht davon ab, so zu bleiben wie er ist und sich auch als Rapper nach außen hin zu präsentieren. Obwohl er als Ausländer unter queeren, sowie als schwuler Mann in der Rapszene nur schwer akzeptiert wird: „Ich fühl mich zu ausländerisch für die queere Bubble manchmal. Und zu Queer für die Rapbubble.“
Seine musikalischen Vorbilder stammen aus derselben Ecke wie er: SSIO und Xatar haben ihn als Bonn-Tannenbuscher geprägt. Auch Shirin David ist eines seiner Vorbilder.
Hier seht ihr die Reportage
Rap auf Takt
Mit seiner Musik will er dafür sorgen, dass queere Menschen sichtbarer in der Rapszene werden. Mit ihm, Baran Kok und Tobi High gibt es derzeit weniger als eine Handvoll deutscher Rapper, die offen homos*xuell sind. Aus diesem Grund will er seine S*xualität jetzt selbstbewusst und seinen Texten repräsentieren. Wie das klingt, war Anfang des Jahres im Format „Rapaufakt“ zu hören.
Dort rappte Omed spontan einen Part ein und bewies, dass er durchaus live performen kann und Bars hat. In den Kommentaren wird sich naturgemäß darüber gestritten, ob sein Rap absolut genial oder der letzte schrott sei. Die Provokation ist bei seiner Mischung aus Queer und Ausländer natürlich vorprogrammiert.
Hier hört ihr Omed rappen
