„Dann mache ich wenigstens Geld damit“ - Katja Krasavice erklärt, wie sie zu OnlyFans kam

Katja Krasavice über ihre Geschichte

Zu Gast im Podcast „Take Me Späti“ von Sara Arslan spricht Katja Krasavice über einen Teil ihres Weges, der sonst selten zur Sprache kommt. Die Moderatorin steigt direkt mit der Frage ein, ob das, was die Rapperin auf OnlyFans macht, unter S*xarbeit fällt. Katja zieht dabei eine klare Grenze: S*x habe sie auf der Plattform keinen, sie zeige dort ihren Körper.

Als Arslan einwirft, die Aufmerksamkeit von derart vielen Männern würde sie selbst kaputt machen, holt Katja weiter aus. Das gehöre bei ihr zu ihrer Geschichte dazu, erklärt sie - und kommt auf ihren Vater zu sprechen: „Mein Vater war ja so ein ganz schlimmer Mann. Der hat ja mit meinen Freundinnen, die minderjährig waren, schlimme Dinge gemacht.“ Anschließend sei er ins Gefängnis gekommen.

Das habe Spuren hinterlassen. „es hat so ein bisschen meine S*xualität so kaputt gemacht“, sagt sie über die Zeit danach, „und dann habe ich das einfach umgedreht, dass Leute mich so s*xualisieren“. Dass sie sich früh sehr freizügig gezeigt hat, ordnet sie im Rückblick als Reaktion darauf ein: „war auch so ein Schutzschild“. Und wenn sie ohnehin so wahrgenommen werde, dann eben zu ihren Bedingungen - „dann mache ich wenigstens Geld damit“.

„Die meisten Girls hassen das“

Geschäftlich ist die Rechnung für sie aufgegangen. Auf die Frage, ob sie zu den Top-Creatorinnen der Plattform gehöre, antwortet Katja knapp: „Ja, ich bin 0,01%.“ Dass sie diese Zahl seit Jahren nennt, ist bekannt; im Podcast geht sie noch weiter und bezeichnet sich als diejenige mit den höchsten Einnahmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein Gericht hatte ihr Monatseinkommen zuletzt allerdings deutlich nüchterner beziffert.

Abschrecken lässt sie sich von dem, was in ihrem Postfach landet, nach eigener Aussage längst nicht mehr. „Ich bin nicht geschockt über Männer.“ Sie mache das seit über zwölf Jahren, sagt sie, und die Nachrichten seien nichts Neues für sie: „Ich habe diese Nachrichten schon früher bekommen, wo ich 17 war.“

Bemerkenswert ist, wie deutlich sie am Ende von ihrem eigenen Geschäftsmodell abrät. Ihr selbst mache die Arbeit Spaß, bei anderen sehe das anders aus: „Die meisten Girls hassen das. Die meisten Girls wollen das auch aufhören.“ Und jungen Frauen, die den gleichen Weg einschlagen wollen, gibt sie eine ernüchternde Prognose mit: „Die werden damit kein Geld machen.“