„Es ist mir scheißegal, wer du bist“ - Jochen Schweizer reagiert auf Bushido und Anna-Maria Ferchichi
Schweizer reagiert auf die Vorwürfe
Nachdem Anna-Maria Ferchichi in ihrer Instagram-Story schwere Vorwürfe erhoben hatte, lag lange nur eine Seite der Geschichte vor. Wir haben berichtet, dass Bushido an einer Bushaltestelle in München-Grünwald mit Jochen Schweizer aneinandergeraten ist. Jetzt hat sich der Unternehmer selbst gemeldet - und schildert den Ablauf grundlegend anders.
Schweizer betont, dass er den Streit lieber nicht öffentlich führen würde: „muss mich heute leider zu einem Thema äußern, von dem ich eigentlich finde, dass es nicht in die Öffentlichkeit gehört.“ Man sei Nachbarn, die Kinder gingen auf dieselbe Schule, und einen Konflikt unter Kindern solle man unter Erwachsenen oder über die Schule klären. Den Weg über Social Media hält er für falsch: „Das halte ich für einen großen Fehler und es geht voll zu Lasten der Kinder.“
Den Vorwurf gegen seine Tochter weist er zurück. Er habe mit ihr gesprochen: „Ich habe mit meiner Tochter gesprochen und wir haben wirklich ein tiefes Vertrauensverhältnis und sie weist diese Vorwürfe absolut zurück.“ Zugleich relativiert er die Dimension des Ganzen: Selbst wenn es eine Schubserei gegeben haben sollte, passiere so etwas an jeder Schule in Deutschland. Am Ende bietet er ein Gespräch an: „Also ich reiche die Hand, lasst uns miteinander reden.“
Das Gedächtnisprotokoll
Seine Version stützt Schweizer auf ein Gedächtnisprotokoll, das er nach eigenen Angaben noch am Tag des Vorfalls auf dem Fußweg nach Hause angelegt hat. Er teilt es „ungekürzt, straight und komplett transparent“. Datiert ist es auf Mittwoch, den 2. September 2026, gegen 8:20 Uhr an der Bushaltestelle des Schulbusses. Wichtig für die Einordnung: Schweizer schreibt an mehreren Stellen selbst, dass er den Sinn der Äußerungen wiedergebe und nicht beanspruche, jedes Wort wörtlich zu erinnern.
Darin heißt es, ein ihm zu dem Zeitpunkt unbekannter Mann sei unmittelbar auf seine 15-jährige Tochter zugegangen, obwohl er selbst direkt daneben stand. In einem nach seiner Wahrnehmung aggressiven und einschüchternden Ton habe dieser sie beschuldigt, seine Töchter geschubst zu haben, und Konsequenzen angedeutet. Er habe sich eingeschaltet, auf die Minderjährigkeit seiner Tochter hingewiesen und darum gebeten, das Thema mit ihm als Vater zu besprechen.
Besonders brisant ist die Passage, die dem in der Story kolportierten Satz widerspricht, Schweizer habe arrogant auf seine eigene Bekanntheit verwiesen. Laut Protokoll war es genau umgekehrt: Weil er nicht wusste, mit wem er sprach, habe er sich vorgestellt und gefragt: „Mein Name ist Jochen Schweizer. Wer bitte sind Sie?“ Die Antwort habe laut Schweizer sinngemäß, teils wörtlich gelautet: „Es ist mir scheißegal, wer du bist.“ Man brauche hier keine „Grünwalder Wer-ist-wer-Vorstellungen“. Später habe Bushido sinngemäß angeboten, um die Ecke zu gehen, um die Sache persönlich zu erledigen - für Schweizer eine indirekte Drohung, auf die er nicht einging. Ein absichtliches Schubsen bestreitet er und vermutet ein Missverständnis beim Gedränge am Bus. Auf den Vorwurf, er habe Bushido vor anderen Eltern als hochkriminell bezeichnet, geht er allerdings mit keinem Wort ein. Ausdrücklich weist er darauf hin, dass weitere Eltern und Kinder anwesend waren und als Zeugen in Betracht kommen.

