Millionen-Deal – JP Kraemer soll Makler 699.125 Euro nicht bezahlt haben
JP Kraemer
Nach dem Kauf eines Industrieareals für rund 11,75 Millionen Euro steht Tuning-Star Jean Pierre „JP“ Kraemer laut BILD im Fokus eines Provisionsstreits. Der Kölner Makler, der den Deal vermittelt haben soll, fordert demnach 699.125 Euro Käufercourtage. Es geht um das Gelände in Schwerte mit etwa 40.000 Quadratmetern, auf dem die „JP World“ entstehen sollte.
Gegenüber BILD bestätigte Makler Jaan Pillich (PIRO-Immobilien GmbH) die offene Forderung: „Ich war im Zusammenhang mit der Immobilientransaktion in Schwerte sowohl für die Verkäuferseite als auch für die Käuferseite ausdrücklich als Nachweis- und Vermittlungsmakler tätig. Gegenüber der JP Holding GmbH habe ich eine Käufercourtage in Höhe von 699.125 Euro brutto abgerechnet. Diese Rechnung ist bis heute nicht beglichen. Über die geltend gemachte Höhe der Käufercourtage bestehen zwischen den Beteiligten derzeit unterschiedliche Auffassungen.“
Nach BILD-Informationen sei der Kaufvertrag am 15. Juli 2026 wirksam geworden, Ende August seien die 11,75 Millionen Euro geflossen. Auf Käuferseite werde die vereinbarte Provision als zu hoch angesehen, angeboten worden sei nur ein Bruchteil. Eine gesetzte Frist sei verstrichen. Im Vorfeld seien Mängel wie beschädigte Hallenböden moniert worden, offenbar mit dem Ziel, den Kaufpreis zu reduzieren.
Weitere 50.000 Euro
Zusätzlich berichtet BILD von einem zweiten Geldstreit über 50.000 Euro mit der früheren Eigentümerfirma. Diese Summe sei als Sicherheit für die fristgerechte Übergabe einbehalten worden. Weil mehrere Brückenkräne angeblich nicht rechtzeitig entfernt worden seien, stand die Zahlung im Raum. Später soll eine Einigung erfolgt sein, bei der eine große Leichtbauhalle überlassen werden sollte. Dennoch sei das Geld laut BILD bis heute nicht überwiesen.
Kraemers Anwalt Dr. Till Dunckel erklärte auf Anfrage: „In Bezug auf die Maklercourtage gibt es Streit über die übliche Höhe.“ Zur 50.000-Euro-Forderung sagte er: „[Sie sei] insgesamt unbegründet.“ Laut BILD soll der Erwerb des Areals über einen Bankkredit finanziert worden sein.
Im Umfeld des Projekts stehen weitere Vorwürfe im Raum. BILD berichtete über ein Video mit einem Angriff auf die Noch-Ehefrau sowie über Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Ex-Freundin Mili Umicevic schilderte gegenüber BILD: „Er schubste mich auf den Boden, beugte sich über mich, spuckte mir ins Gesicht und trat mich, als ich am Boden lag.“ Es gilt die Unschuldsvermutung.
(Quelle: BILD)
Hier seht ihr die Meldung

