Doch kein Bitcoin-MillionĂ€r: 50 Cent fliegt mit Image-LĂŒge auf

Nach den vielen Erfolgsnachrichten rund um 50 Cent nun das ZurĂŒckrudern. Der Rapper ist doch kein Bitcoin-MillionĂ€r, hat laut eigenen Angaben sogar nie die digitale WĂ€hrung besessen. Dies geht aus aktuellen Gerichtsdokumenten hervor, die einigen Promi-Websites in den USA vorlagen. Der KĂŒnstler wollte vor allem im Hinblick auf das eigene Image profitieren.

Insolvenz statt Krypto-Millionen

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Fast 8 Millionen US-Dollar hatte Rapper 50 Cent laut eigenen Angaben vom Januar 2018 mit Bitcoin verdient. Als MillionĂ€r der ersten großen KryptowĂ€hrung wollte er besonders frĂŒh bei der Musik dabei gewesen sein. Genau dies stellte sich nun als LĂŒge des Musikers heraus. Die Promi-Website „The Blast“ veröffentlichte in den USA Informationen aus Gerichtsdokumenten, die den Fall 50 Cent aufdecken. Der mit seinem bĂŒrgerlichem Namen Curtis Jackson erwĂ€hnte Rapper habe laut dieser Dokumente niemals Bitcoin oder den entsprechenden digitalen Geldbeutel fĂŒr die Aufbewahrung und den Handel mit der WĂ€hrung besessen. FĂŒr Bitcoin wurde unter anderem lediglich ein Album im Jahr 2014 verkauft, das im Anschluss an den Eingang von Dritten direkt in US-Dollar umgetauscht wurde. Jackson soll dadurch rund 460.000 US-Dollar verdient haben, wenn man von einem Kurs von 660 Dollar pro Bitcoin ausgeht. Zuvor hatte der Rapper noch in einem Instagram-Post bestĂ€tigt, dass er mit diesen VerkĂ€ufen rund 8 Millionen US-Dollar verdient habe. Ebenfalls eine LĂŒge, wie sich jetzt herausstellte.

Statt „I forgot I did that shit“ heißt es nun jedoch nicht „Sorry I lied“. Stattdessen setzt der Rapper auf das Medienprinzip, das von vielen Prominenten angewandt wird. Diesem Medien-Motto zufolge ist jede Presse gute Presse – egal, ob diese den KĂŒnstler negativ belastet oder als LĂŒgner darstellt. Es ging 50 Cent bei der Aktion hauptsĂ€chlich um das eigene Image, das nur dann verteidigt wird, wenn schwerwiegende Anschuldigungen schĂ€dlich fĂŒr ihn sein könnten. Geldgewinne oder positive finanzielle Schlagzeilen etwa fallen nicht darunter und werden als markenwirksam gerne angenommen. Dabei war es ziemlich offensichtlich, dass der Schwindel irgendwann auffliegen musste. Der 42-jĂ€hrige ist momentan im Zuge seiner Privatinsolvenz vor Gericht und musste seinen auffĂ€lligen Instagram-Post dort erklĂ€ren. Dort hatte er unter anderen mit Geldscheinen posiert, gab jedoch auf Nachfrage an, dass es sich nicht um echte Banknoten handelte. Statt mit Krypto-Millionen schlĂ€gt sich der Musiker somit vielmehr mit genau dem Gegenteil herum – vor allem, um laut Focus Schadensersatzforderungen einer Frau aus dem Weg zu gehen. Es handelte sich um Summen um 7 Millionen US-Dollar. Wie bankrott er deshalb tatsĂ€chlich ist, wird von vielen nach wie vor angezweifelt.

Wie andere zum finanziellen Erfolg gelangten

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Die Bitcoin-Millionen von 50 Cent waren nur ein GerĂŒcht, andere Rapper kamen dagegen tatsĂ€chlich zu großem finanziellen Erfolg. Einer von ihnen ist der Kanadier Drake, der mit Songs wie „Hotline Bling“ und „Work“ zu internationalem Ruhm gelangte. SpĂ€testens mit diesen kommerziell sehr erfolgreichen Hits kam er nach langer und harter Arbeit an der Spitze der Nahrungskette in der Musikwelt an. Der Stern berichtete schon darĂŒber, laut Forbes verdiente der KĂŒnstler alleine im Jahr 2017 durch seine Boy Meets World Tour und WerbevertrĂ€ge rund 94 Millionen US-Dollar. So fungiert er unter anderem als AushĂ€ngeschild fĂŒr Nike, Sprite und Apple. Andere wiederum setzen auf andere Mittel, um ihre Karriere wieder in Gang zu bringen oder noch höhere Einnahmen zu generieren. Ein beliebtes Mittel unter Musikern ist dafĂŒr das Gastspiel in Las Vegas, wo die Top-KĂŒnstler der Welt regelmĂ€ĂŸig in Casinos auftreten. Wie groß genau sind die finanziellen Vorteile, die solche Auftritte fĂŒr den Musiker einbringen? Laut der Statistiken in der Analyse bei Betway macht eine SĂ€ngerin wie CĂ©line Dion fast 550.000 US-Dollar Umsatz mit einer einzigen Show. Andere von Rod Stewart bis Elvis gastierten ebenfalls lange Zeit in Vegas. Wie hoch ist jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Rapper eingeladen wird, um im Ceasars Palace oder einem anderen großen Casino regelmĂ€ĂŸige Shows zu spielen? Klar ist, dass es ein KĂŒnstler von Weltformat wie Drake sein mĂŒsste, um nachdrĂŒcklich so viele Menschen anzuziehen, wie es die momentanen Auftritte der anderen Musiker tun.

Ein weiterer spannender KĂŒnstler ist Jay-Z. Der unter dem bĂŒrgerlichen Namen Shawn Carter bekannte Rapper gilt als zweitreichster Mann im Hip-Hop Business, mit einem Guthaben von 810 Millionen US-Dollar nur knapp hinter Diddy. Neben seiner erfolgreichen Musik inklusive Touren sind es vor allem die vielen anderen Unternehmungen, die Jay-Z’s Wert in die Höhe schießen lassen. Neben der eigenen Musik gibt er mit Roc-A-Fella Records anderen Musikern wie ihm eine Chance und förderte so unter anderem die frĂŒhe Karriere von Kanye West. Mit dem Verkauf nahmen die GrĂŒnder um Carter am Ende rund 11,5 Millionen US-Dollar ein. Selbst im Sportmanagement ist der Rapper aktiv, unter anderem in Partnerschaft mit Kevin Durant oder Dez Bryant. Daneben befinden sich eine Kleidungslinie, Bars sowie Restaurants und sogar ein eigener Champagner im Portfolio des Rappers. Der KreativitĂ€t sind eindeutig keine Grenzen gesetzt, sodass viele Rapper momentan auf der Suche nach Einnahmequellen abseits der Musik fĂŒndig werden. Einige taten dies wie Jay-Z ĂŒberaus erfolgreich; andere wie 50 Cent scheinbar eher weniger.

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