Dieter Bohlen rechnet mit den immer teurer werdenden Album-Boxen ab

Deluxe-Boxen

2009 startete Bushido nach eigenen Angaben das Deluxe-Boxen-Game in der deutschen Rap-Szene. Seitdem gewann die Deluxe-Box immer mehr an Bedeutung und die Box-Inhalte der deutschen Rapper immer kreativer. Diese Kreativität führte jedoch dazu, dass die Deluxe-Boxen immer teurer wurden. So kostet zum Beispiel die aktuelle Deluxe-Box von Mero 69,99 Euro.

Der Preis der Deluxe-Boxen wirkt sich wiederum auf die Chartplatzierung aus, da hierbei der Umsatz zählt. Also gilt: je teurer die Box, umso besser die Platzierung bei gleichen Verkaufszahlen. Damit es nicht zu einer kompletten Preis-Eskalation kommt, hat man eine Regel verfasst:

Der Wert der Box-Inhalte darf den Wert der Musik nicht übersteigen. Ist dies dennoch der Fall, werden die Box-Verkäufe bei der Chartplatzierung nicht berücksichtigt. Für den Poptitan Dieter Bohlen hat eine Deluxe-Box jedoch „nichts mehr mit Musik zu tun“, verrät er in einem Interview mit der BILD, in dem er erklärt, warum er sein Album abgesagt hat.

„Der Plan war, neue Titel zu machen und viele Duette mit Freunden zu singen. Als die Duett-Partner ins Studio eingeladen wurden, gab es nur Probleme. Alle hatten ihren Manager, Berater und Verpflichtungen – es sollten gefühlt Hunderte Verträge zwischen allen geschlossen werden.

Dann kam noch das Problem, dass ich mir allen möglichen Schnickschnack anschauen sollte. In den Charts gibt es ja ein Wertesystem. Das heißt, wenn ein Album möglichst teuer ist, zählt es mehr. Bedeutet: Die Alben werden extra teurer gemacht – mit irgendwelchem Quatsch, den man beilegt.

Das geht bis zu Lederjacken, Schlüsselanhängern, Schals, usw Ich sollte mir also überlegen, was ich alles da reinlege bei meiner Box, um diese dann möglichst hochpreisig zu verkaufen. Aber ich bin ja nun mal kein Krämerladen. Das alles hatte aus meiner Sicht nichts mit Musik zu tun und ich habe das Album dann abgesagt.

Mit dem Dieter arbeitet der Bohlen am liebsten! Da brauch ich keine Verträge. Und es hat mir wahnsinnige Freude gemacht, meine Nummer Einsen mal selber zu singen.“ Na dann! Vielleicht besser so…“

Hier seht ihr den Artikel:

Artikel der BILD Zeitung
Artikel der BILD Zeitung

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