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Flüchtlingen geholfen: Rapper zu Millionenstrafe und lebenslanger Haft verurteilt

Mittelmeer

Aus menschlicher Sicht ist es eine absolute Katastrophe, was sich zurzeit im und um das Mittelmeer abspielt und wie die europäischen Mitgliedsstaaten scheinbar dabei versagen, Menschenleben zu retten und die Situation der Menschen in den Flüchtlingslagern in Nordafrika und Südeuropa zu verbessern.

Kritische Stimmen behaupten sogar, dass Europa ganz bewusst auf größere Anstrengungen bei der Seenotrettung verzichtet, um die Überquerung des Mittelmeers unmöglich und letztlich auch tödlich zu machen. Die UNO-Flüchtlingshilfe spricht von 15.000 Toten und Vermissten in den letzten Jahren.

Haftstrafe

Nun wurden zwei russische Rapper dafür verurteilt, Menschen die Überfahrt nach Griechenland zu ermöglichen. In Griechenland wurden die Musiker aus Russland deswegen zu jeweils 395 Jahren Gefängnis verurteilt, was einem Todesurteil gleichkommt.

Das russische Fernsehen berichtete kürzlich über diesen Fall. Die beiden Rapper bauten angeblich ein illegales Schleppernetzwerk in Griechenland auf und sollen ein Geschäft daraus gemacht haben, Flüchtlinge nach Griechenland zu bringen. Ihr Motiv hinter den Überfahrten war es demnach nicht, Menschenleben zu retten, sondern eine Menge Geld zu verdienen.

Doch unabhängig des Motivs ist es in Griechenland illegal, Flüchtlinge ins Land zu bringen. Ganz gleich ob sie sonst ertrunken wären, gilt dies als Menschenhandel. Dafür müssen sie nun wahrscheinlich den Rest ihres Lebens hinter Gittern verbringen und zusätzlich dazu eine Strafe von 6 Millionen Euro zahlen.

Die Verteidigung der Angeklagten ist, dass sie nicht wussten, dass sie etwas illegales tun. In dem Clip des russischen Nachrichtensendung findet ihr einen kurzen Ausschnitt aus einem ihrer Musikvideos.

Hier seht ihr die Meldung