Dieter Bohlen: „Die ganzen Charts sind manipuliert und 90% nur Autotune“

Charts

Kaum ein Musikgenre konnte in den vergangenen Jahren mehr Fans gewinnen, als die deutsche Rapszene. Man würde sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, wenn man behaupten würde, dass es aktuell sogar das angesagteste Musikgenre im DACH Gebiet ist.

Kaum eine Woche vergeht, wo nicht deutsche Rapper die Charts anführen und mehrere Plätze in den Top 10 besetzen. Vor 2 Jahren, als Raf Camora und Bonez MC den zweiten Ableger von Palmen aus Plastik veröffentlichten, kam es zu einer Ausnahmesituation.

8 von 10 Top 10 Plätzen in Österreich wurden alleine von den beiden „Palmen aus Plastik“-Künstlern belegt, was dazu führte, dass Österreich seine Chartregeln komplett veränderte hatte. Nun können nur noch 3 Songs von denselbem Künstler in der Top 10 Platz finden.

Schaut man sich die letzten endgültigen Charts an, dann erkennt man unschwer, dass 7 Songs der Top 10 von Rap-Songs belegt werden. Dieses Bild zog sich nun über die letzten Jahre hinweg und erweiterte sich sogar stetig.

Dieter Bohlen

Nun scheint Dieter Bohlen gegen die deutsche Rapszene zu schießen. In einer neuen Folge von DSDS rechnet der Poptitan mit den aktuellen Hype-Künstlern ab. So wirft er ihnen vor, dass sie die Streamingzahlen manipulieren würden.

Durch deren Aufforderung, dass ihre Fans ihre Songs auf „Dauerschleife“ anhören sollen, würde so ein unfairer Wettbewerb entstehen. „Leute“ würden doch keine 1,6 Millionen Mal einen Song streamen können, heißt es in seinem Statement.

„Die ganzen Charts sind im Moment manipuliert“ stellt der Poptitan fest und greift damit in erster Linie die deutsche Rapszene an, die die Charts aktuell dominieren. Des Weiteren kritisiert er die übermäßige Nutzung von Autotune.

So heißt es: „Heute hört man in jeder Shisha Bar Sätze wie ‚Du brauchst dir das nicht anhören, lass das einfach auf Dauerschleife laufen.‘ Mir kann keiner erzählen, dass Titel 1,6 Millionen Mal am Tag von Leuten gestreamt werden. Die ganzen Charts sind im Moment manipuliert.“

„Es ist schwer in einem Markt, wo 90 Prozent der Nummern in den Charts nur noch Autotune sind, wo kaum noch natürliche Stimmen zu hören sind. In einem Markt, wo Mariah Carey in Hamburg nur noch vor knapp 4000 Zuschauern singt und die Tournee von Céline Dion auch nicht mehr gut läuft. Daran sieht man: Für große Stimmen ist im Moment nicht die Zeit.“

Hier seht ihr den Artikel der BILD Zeitung:

Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Weitere Informationen zu Cookies und insbesondere dazu, wie du deren Verwendung widersprechen kannst, findest du in unseren Datenschutzhinweisen. Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen